Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht – schon rutscht das Auto meterweit unkontrolliert über die Fahrbahn. Das von Sturmtief Elli gebrachte Winterwetter hat Wiens Straßen in wahre Schneepisten verwandelt – und das selbst im sonst milderen Osten des Landes.
Wer sich am Freitagnachmittag aus dem Umland Richtung Wien aufmachte, hoffte wohl zumindest innerhalb der Stadt auf geräumte Hauptverkehrsachsen. Doch diese Hoffnung wurde vielerorts enttäuscht: Selbst auf stark befahrenen Strecken wie der Lände am Donaukanal oder der Ringstraße lag der Schnee teils zentimeterhoch.
Von idyllischer Winterstimmung ist dort allerdings nichts mehr zu sehen. Stattdessen dominiert brauner Schneematsch, der die Fahrbahnen rutschig macht. Fahrbahnmarkierungen verschwinden, unbedachte Lenkbewegungen enden rasch in einer gefährlichen Rutschpartie.
Im gesamten Stadtgebiet kam es zu zahlreiche Verkehrsunfällen. Glücklicherweise wurde dabei niemand ernsthaft verletzt - allerdings sind die Schäden enorm. Auf der Engerthstraße in der Wiener Leopoldstadt krachte der Lenker eines Range Rovers in einen Mistkübel, rutschte dann über den Gehsteig in die Auslage einer Apotheke. Auf der Sandleitengasse in Ottakring wiederum krachte ein BMW in das Streufahrzeug des Winterdienstes.
Immerhin: Der große Schneeschub ist vorerst durchgezogen, der Winterdienst hat nun Zeit aufzuholen. Doch Entwarnung gibt es keine – die nächste Schnee-Welle ist bereits unterwegs. Autofahrer sollten weiterhin besonders vorsichtig sein.