Das Wetter spielt derzeit verrückt: mal bittere Kälte, dann wieder Plusgrade. Für alle, die mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, können diese schwankenden Temperaturen schnell zur gefährlichen Rutschpartie werden. Besonders gefährlich ist dabei heimtückisches Blitzeis, das immer wieder zu schweren Unfällen führt.
Der ÖAMTC warnt eindringlich und betont: Hektik am Steuer eines Fahrzeugs ist der größte Feind. Wer sich stressen lässt, unüberlegte Fahrmanöver macht oder ruckartig am Lenkrad dreht, riskiert folgenschwere Blechschäden.
Das Wichtigste im Winterverkehr ist es, sein Tempo anzupassen, ausreichend Abstand zu halten, vorausschauend zu fahren und vor allem gefühlvoll zu lenken. Bedeutet: beschleunigen, bremsen und lenken sollte immer so sanft und flüssig wie möglich erfolgen.
"Schon auf dem Weg zum Parkplatz lässt sich die Situation gut einschätzen", erklärt Andreas Rouschal, Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums in Marchtrenk. So könne man früh erkennen, wie rutschig die Fahrbahn tatsächlich ist.
Besonders aufmerksam sollte man laut dem Experten bei Brücken, Waldschneisen, Kuppen und freien Flächen sein – dort friert es oft zuerst. Auf einer vereisten Fahrbahn sollte man das Tempo um 70 Prozent reduzieren. Zudem sollte man den Tempomat ausschalten und einen niedrigen Gang wählen, um die Motorbremswirkung auszunutzen.
Kommt man trotz Vorsicht ins Schleudern, gilt: Fuß vom Gas, auskuppeln und ruhig in die gewünschte Fahrtrichtung lenken. Entscheidend dabei sei der Blick: "Man lenkt dorthin, wohin man schaut", so Rouschal. Diese Faustregel habe auch bis heute noch ihre Gültigkeit.
Gerade für ungeübte Lenker ist das Fahren auf Schnee und Eis eine enorme Herausforderung. Der ÖAMTC empfiehlt daher spezielle Fahrtechnik-Trainings, bei denen das richtige Verhalten unter winterlichen Bedingungen geübt werden kann. Infos dazu gibt es unter oeamtc.at/fahrtechnik.
Die klare Botschaft der Experten: Ruhe bewahren, Tempo rausnehmen – dann heißt es nach einem ungewollten Ausrutscher im besten Fall nur noch "gerade noch gut gegangen".