Innerhalb von einer Woche will Daniel Thum (47) quer durchs Land radeln – mit einem besonderen Antrieb. "Meine jüngere Tochter Caroline (heute 12 Jahre alt) ist 2017 an Leukämie erkrankt und wurde dank dem Sankt Anna Kinderspital nach zwei Jahren Therapie wieder gesund", erklärt der Niederösterreicher seine emotionale Motivation für die Charity-Tour.
Nach dem einschneidenden Erlebnis entschied sich Daniel Thum, seinen Job aufzugeben, und hat nun ein neues Ziel im Leben: Er will Hilfsprojekte umsetzen und Geld für die Kinderkrebsforschung sammeln – gründete sogar seinen eigenen Verein.
"Ich empfinde einfach tiefste Dankbarkeit, wenn ich meiner Tochter in die Augen schaue", so Thum. Nun möchte er etwas zurückgeben – genau dazu soll auch das Charity-Projekt "Ride Against Childhood Cancer" (RACC Austria 900) dienen, das am 29. August in Bregenz startete.
Von Vorarlberg geht es dann ins Lechtal. Ein kurzer Abstecher nach Deutschland führt Thum anschließend nach Bayern. Von dort aus geht es über Tirol und Salzburg nach Niederösterreich. Für Samstag, 5. September, ist die Ankunft in Rust (Burgenland) geplant.
900 Kilometer am Stück will der Rad-Fan in die Pedale treten. "Ich fahre seit meinem 15. Lebensjahr Rad, aber bisher nicht in dieser Intensität." Ganze 9.000 Höhenmeter muss der 47-Jährige zurücklegen. Ganz klar macht Thum aber: "Es geht mir hier nicht um sportliche Höchstleistungen, es geht um den guten Zweck".
Unterstützt wird der Niederösterreicher von der schwedischen Elektroauto-Marke "Polestar" und "Auto Stahl", die ihm für die Dauer der Tour einen Polestar 4 als Begleitfahrzeug zur Verfügung stellen. Neben vielen Spenden hofft Thum vor allem auf eines: "Gutes Wetter".