Am Montag starten in den restlichen Bundesländern die Schulen. Ausgerechnet jetzt startet wieder eine heftige Debatte um die Sommerpause. Die langen Ferien stellen viele Eltern jedes Jahr vor eine Herausforderung. Geht es nach Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und Wirtschaftsbund-Chefin, sollte deshalb über eine deutliche Verkürzung gesprochen werden.
Statt derzeit neun Wochen würden sechs Wochen Sommerferien ausreichen, sagte Schultz in der ZIB1. Als einen wesentlichen Grund nennt sie die Betreuungssituation in vielen Familien.
Denn nach wie vor würden vor allem Mütter einen großen Teil der Care-Arbeit übernehmen. Sowohl aus ihrer eigenen Branche als auch aus anderen Bereichen höre sie "Klagen über die langen Sommerferien", erklärte Schultz.
Eine Verkürzung wäre ihrer Ansicht nach vor allem eine "Verbesserung für die Frauen" und "diejenigen, die Kinder haben und Betreuungspflichten übernehmen müssen".
Eine konkrete Umsetzung fordert die WKO-Chefin damit noch nicht. Sie will das Thema aber auf den Tisch bringen. Man "sollte einmal darüber diskutieren", sagte Schultz in einem vorab gezeigten Ö1-Interview der Reihe "Im Journal zu Gast".
Ihr Vorschlag würde eine deutliche Änderung bedeuten: Die Sommerferien wären demnach um drei Wochen kürzer als derzeit.