Eklat nach öffentlichem Auftritt: Der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi ist am Donnerstag in Berlin Opfer einer Attacke geworden. Der Sohn des letzten Schahs war zuvor vor Medien aufgetreten und hatte den Sturz des Regimes in Teheran gefordert.
Als Pahlavi das Gebäude nach seinem Auftritt verlässt, kommt es plötzlich zur Attacke. Ein Angreifer beschüttet den 65-Jährigen aus direkter Nähe von hinten mit Farbe. Orange-rötliche Flüssigkeit verteilt sich über Nacken und Anzug.
Die Sicherheitskräfte greifen umgehend ein: Mehrere Bodyguards stürzen sich auf den Täter, während andere Pahlavi rasch in Sicherheit bringen. Die Szene sorgt für Aufregung vor Ort.
Kurz darauf stürzen sich auch Polizisten auf den mutmaßlichen Täter und fixieren ihn am Boden. Er wird vorläufig festgenommen.
In einem weiteren Video ist der Vorfall von hinten zu sehen. Dabei sieht man auch den Behälter, aus der der Angreifer die Flüssigkeit auf Pahlavi schüttet.
Dem Verpackungs-Design nach zu urteilen scheint es sich dabei um Tomatensaft zu handeln. Um welche Flüssigkeit es sich tatsächlich handelte, ist aktuell aber nicht offiziell bestätigt.
Der Schah-Sohn übersteht den Angriff offenbar ohne Verletzungen. Er wirkt zwar geschockt, zeigt sich aber erleichtert, dass es sich wohl nur um Farbe gehandelt hat. Unterstützer empfangen ihn mit Jubel und schwenken Fahnen der iranischen Monarchie.
Der Vorfall zeigt, wie umstritten Pahlavi ist. Während ihn einige als Hoffnungsträger sehen, lehnen andere ihn strikt ab. Sein Vater wurde 1979 gestürzt und steht bis heute für ein autoritäres System. Dass er nun einen demokratischen Übergang einleiten will, nehmen ihm viele nicht ab.
Wer hinter der Attacke steckt, ist noch unklar. Der Vorfall heizt die Spannungen rund um Pahlavi jedoch weiter an.