Ein betagtes Ehepaar wurde am Donnerstagvormittag Opfer eines schweren Trickbetrugs. Eine unbekannte Frau mit Akzent kontaktierte das Ehepaar gegen 11 Uhr über das Festnetztelefon. Die Anruferin gab sich als Anwältin aus und erklärte, die Tochter des Ehepaares habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht.
Dabei sei eine schwangere Frau verletzt worden und das ungeborene Kind sei verstorben. Zudem teilte die Anruferin mit, dass die Tochter bereits in Haft gebracht worden sei. Nur durch die Zahlung einer bestimmten Geldsumme könne die Tochter aus dem Gefängnis freigekauft werden.
Im weiteren Verlauf erkundigte sich die angebliche Anwältin auch nach Gold und Schmuck. Sie erklärte, dass diese Wertgegenstände zusätzlich zur Bargeldzahlung erforderlich seien. Die Abholung der Wertgegenstände sollte durch eine männliche Person erfolgen.
Da das Ehepaar Bargeld zu Hause hatte, wurde eine Bezahlung zugesagt. Während des gesamten Zeitraums stand das Ehepaar telefonisch mit der angeblichen Anwältin in Kontakt. Diese wies das Ehepaar an, sich vor die Wohnung zu begeben und dort auf die Abholung zu warten.
Innerhalb von wenigen Minuten erschien ein unbekannter Mann vor dem Wohnhaus. Das betagte Ehepaar übergab ihm ein Kuvert mit Bargeld. Die Identität des Mannes ist derzeit unbekannt.