Kann tödlich enden

Schon fast 1.000 Fälle – Pneumokokken auf dem Vormarsch

Nach 2024 sind die Pneumokokken-Fälle in Österreich 2025 noch einmal angestiegen. Für Risikopersonen gibt es eine kostenlose Impfung.
Michael Rauhofer-Redl
16.04.2026, 12:29
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Die Zahlen sind alarmierend: 2025 wurden in Österreich 944 invasive Pneumokokken-Erkrankungen registriert – so viele wie noch nie. Schon 2024 galt mit 812 Fällen als Rekordjahr, jetzt wurde dieser Wert deutlich übertroffen.

Bei den Betroffenen dringen die Bakterien in normalerweise sterile Bereiche des Körpers ein. Die Folgen sind oft dramatisch: schwere Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung. "Der Verlauf kann sehr schwer sein und sogar tödlich enden", erklärt Pneumologin Eveline Kink aus Graz in einer Aussendung des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller (ÖVIH). 64 Menschen sind 2025 daran gestorben – sieben mehr als im Jahr davor.

Vor allem ältere Menschen betroffen

Auch die Häufigkeit der Erkrankungen ist gestiegen: von 8,9 auf 10,3 Fälle pro 100.000 Einwohner. Besonders oft trifft es ältere Menschen, vor allem über 80-Jährige. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Ein Hoffnungsschimmer: Die verfügbaren Impfstoffe decken einen Großteil der kursierenden Erreger ab. Viele Erkrankungen hätten wohl verhindert werden können.

Seit November 2025 gibt es daher die Pneumokokken-Impfung für alle ab 60 Jahren kostenlos. Auch Risikopatienten ab 18 Jahren können sie gratis erhalten. Erste Zahlen zeigen: Das Angebot wird gut angenommen. Mehr als 210.000 Impfdosen wurden bereits verabreicht.

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