Eigentlich war das Turnier für Potapova bereits zu Ende, bevor es noch begonnen hat. Doch die gebürtige Russin, die seit Jänner für Österreich spielt, nutzte ihre unerwartete zweite Chance und steht nun sensationell im Halbfinale des WTA-1000-Turniers von Madrid. Nach einem 6:1, 6:7 (4), 6:3-Erfolg gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Karolina Pliskova aus Tschechien.
Damit schrieb die Neo-Österreicherin ein ganz großes Stück rot-weiß-rote Tennis-Geschichte und steht als erste heimische Spielerin in einem Semifinale eines 1000er-Turniers. Nächste Gegnerin ist nun Linda Noskova aus Tschechien oder Marta Kostjuk aus der Ukraine.
Potapova war eigentlich in der Qualifikation zum Sandplatz-Klassiker bereits ausgeschieden, hatte gegen Landsfrau Sinja Kraus den Kürzeren gezogen. Doch der kurzzeitige Rückzug der erkrankten Madison Keys brachte Potapova als Lucky Loserin ins Hauptfeld – eine zweite Chance, die die 25-Jährige am Schopfe packte und nun im Halbfinale steht.
Durchgang eins war noch eine klare Sache für die Neu-Österreicherin, Potapova ließ ihrer tschechischen Gegnerin keine Chance. Deutlich enger war es dann im zweiten Durchgang, in dem Potapova mit Break auf 4:3 stellte. Doch Pliskova wehrte zwei Matchbälle ab und schaffte das Re-Break zum 5:5. Bei beiden Spielerinnen flatterten dann die Nerven. Mit zwei Breaks ging es ins Tie-Break, in dem die einstige Weltranglisten-Erste die Oberhand behielt.
In Satz drei stand die Österreicherin eigentlich bereits mit dem Rücken zur Wand., lag mit 1:3 zurück. Und drehte die Partie noch mit fünf Games in Folge. Der insgesamt vierte Matchball saß dann.