Der Kebap nach der Schule wird zum Luxus: In Steyr schlagen Schüler Alarm und starten eine Petition für ein gefördertes 3-Euro-Menü. Mit einer Aktion in Kooperation einem Lokal starteten die Jungen Linken Ende März ihre Kampagne mit dem klingenden Namen "Wann Kebap wieder 3€?"
"Alles wird teurer – das merken wir jeden Tag. Ein Kebap nach der Schule ist für viele von uns kein schneller Snack mehr, sondern schlicht nicht mehr leistbar“, schildert Olivia, Schülerin aus dem Gymnasium Werndlpark. Viele Jugendliche unterschrieben die Petition laut den jungen Linken direkt vor Ort.
Auch die Gastro zieht mit – zumindest symbolisch: Das Lokal "Imperial" bot den Kebap für die Dauer der Aktion günstiger an. Dauerhaft gehe das nicht ohne Hilfe: "Wir haben die Aktion gerne unterstützt, weil uns das Anliegen wichtig ist. Aber als kleiner Betrieb können wir einen Preis von 3 Euro allein unmöglich dauerhaft halten", heißt es vom Betreiber.
Die Forderung ist konkret: Einmal pro Woche ein Schüler-Menü um 3 Euro, finanziert von der Stadt. Laut Initiatoren würde das rund 140.000 Euro pro Jahr kosten – bei einem Budget von etwa 200 Millionen Euro. "Das sind gerade einmal 0,07 Prozent", rechnet Niklas Kragl, Bezirkssprecher der Jungen Linken Steyr vor.
Er nimmt Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) in die Pflicht: Dieser "schläft, wenn es um Bedürfnisse von Schüler:innen geht", meint Kragl. Und der Druck soll weiter steigen: In den kommenden Wochen wollen die Aktivisten weiter Unterschriften sammeln. Ihre Botschaft ist klar: "Leistbares Essen darf in einer Stadt wie Steyr kein Luxus sein."