Seit viereinhalb Jahren hat ein 13-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden laut "Kronen Zeitung" keine Schule mehr besucht. Der Fall sorgt seit längerem für Aufsehen - nun eskaliert der Streit mit den Behörden weiter.
Die Eltern ließen über ihren Anwalt eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Linz einbringen. Darin werden sieben Personen wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch beschuldigt, berichtet die Tageszeitung am Ostersonntag.
Auslöser ist ein langwieriger Konflikt mit der Bildungsdirektion. Der Bub hatte zuletzt im Schuljahr 2020/21 die zweite Klasse einer Volksschule besucht. Danach beantragten die Eltern häuslichen Unterricht.
Als der Jugendliche jedoch die verpflichtende Externistenprüfung am Ende des Schuljahres 2021/22 nicht absolvierte, wurde laut "Krone" der Heimunterricht untersagt. Dennoch blieb der 13-Jährige weiterhin zu Hause.
Ein späterer Versuch, ihn in eine Mittelschule zu schicken, scheiterte daran, dass er die vierte Schulstufe nicht abgeschlossen hatte. Es folgte ein langes juristisches Hin und Her, berichtet die Tageszeitung.
Das Bundesverwaltungsgericht stellte fest, dass der Bub zu einer Einstufungsprüfung zugelassen werden müsse und im Grundrecht auf Bildung verletzt worden sei. Die Bildungsdirektion legte dagegen Revision ein, so die "Krone".
Nun richtet sich die Anzeige laut dem Bericht gegen mehrere "Verdächtige", darunter Bildungsdirektor Alfred Klampfer, Mitarbeiter der Behörde, LH-Vize Christine Haberlander sowie das Unterrichtsministerium.
Ob die Anzeige Folgen hat, ist offen. Klar ist jedoch: Sobald der Jugendliche 15 Jahre alt ist, können ihn die Eltern endgültig zu Hause behalten.