"Kinder verstecken sich, um heimlich Masken abzunehmen"

Laut Denise P. dürfen die Schüler ihre Masken nicht abnehmen.
Laut Denise P. dürfen die Schüler ihre Masken nicht abnehmen.Getty Images/iStockphoto/Leserreporter
Seit Montag können einige Schüler in Österreich wieder den Unterricht besuchen. Allerdings sind nicht alle Eltern davon begeistert.

Nachdem der harte Lockdown in Österreich wieder aufgehoben wurde, konnten die Schüler am 9. Dezember teilweise wieder ihre Schulklassen besuchen. Allerdings schien nicht alles so gelaufen zu sein, wie sich die besorgte Mutter Denise P. (Name von der Redaktion geändert) gedacht hat, wie sie im Gespräch mit "Heute" erzählt.

Tochter klagte über Kopfschmerzen

"Meine Tochter hatte heute, nach dem Lockdown, wieder ihren ersten Schultag in der 1. Klasse im Gymnasium", berichtet sie. "Er war kurz." Grund dafür war, dass ihr Kind schon nach wenigen Stunden über Kopfschmerzen klagte und nicht mehr am Unterricht teilnehmen konnte. "Nach drei Stunden hat mich die Schule angerufen, dass ich sie abholen soll. Aber auch andere Kinder jammerten über Kopfschmerzen und Halskratzen, weil sie wegen den aufgesetzten Masken so schreien mussten."

Laut Denise P. soll es in der Schule ihrer Tochter, die sie nicht nennen wollte, keine Hofpausen oder andere Möglichkeiten geben, um eine Verschnaufpause von den Schutzmasken zu bekommen. "Die Kinder verstecken sich in den Pausen in den Ecken, um die Masken heimlich runterzunehmen. Aus den Medien hört man zwar, dass es Maskenpausen geben soll. Aber diese waren in dieser Schule nicht vorhanden."

"Kinder durften Masken nicht abnehmen"

Wenn man die Räume öfter lüfte, können die Masken auch abgenommen werden, hieß es am Freitag noch vom ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann im Gespräch mit der APA. "Man sollte doch eigenverantwortlich agieren", erklärte auch Denise P. weiter. "Aber nicht mal beim Lesen oder Schreiben, wenn niemand redet, durften die Kinder die Masken abnehmen. Dabei wurde mit den Schülern geschimpft, wenn die Masken nicht richtig saßen."

Denise P. hat sich mit ihrem Anliegen auch an die Schule gewandt, allerdings wartet sie immer noch auf eine Rückmeldung. "Sollte ich heute keine Antwort mehr bekommen, bleibt meine Tochter morgen zu Hause, denn anscheinend macht jede Schule, was sie will." Als Beispiel gab die Mutter zwei weitere Elternteile an, die ihre Erfahrungen mit ihr teilten. "In der einen Schule gibt es vermehrt Hofpausen ohne Masken, während es in der anderen genauso zu geht wie in der Schule meines Kindes."

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