Wie der Vater, so der Sohn: Das trifft auf die Schumachers – aber wohl nicht ganz. Michael Schumacher (siebenfacher Weltmeister) wurde zur Legende der Königsklasse des Motorsports. Sohn Mick schlug ebenfalls in die Kerbe ein, jedoch mit mäßigem Erfolg. Er schaffte den Sprung in die F1, doch die große Karriere blieb ihm verwehrt.
Im Podcast "Speed" gibt der Sohn der Motorsport-Legende Einblicke in seine Kindheit, spricht über Papa Michael und erklärt, wieso er schon als Kind den Druck des Namens Schumacher spürte.
Über die Anfänge im Motorsport verriet der IndyCar-Pilot, dass Papa Michael ihn zu Beginn seiner Karriere selbst trainierte. Und: Als er auf der Kartbahn seine ersten Runden absolvierte, fuhr er stets unter falschem Namen – unter dem Alias Mick Bertsch. Papa Michael war es wichtig, dass sein Sohn eine möglichst normale Kindheit erleben konnte. "Er hat großen Wert darauf gelegt, dass ich die Möglichkeit hatte, ganz normal aufzuwachsen – wie alle anderen Kinder auf der Rennstrecke."
"Auf der Kartbahn wusste jeder, wer ich war, aber die Außenwelt nicht", erzählte Mick Schumacher. Erst mit 15 Jahren wurde er auch öffentlich sichtbar. "So konnte ich wirklich erleben, wie es ist, als Kind Rennen zu fahren – ohne Einfluss von außen."
Mit dem Aufstieg in die Formel 4 trat Mick Schumacher dann erstmals offiziell unter seinem bekannten Nachnamen an. Damit stand er endgültig im Rampenlicht und rückte ins Interesse der Öffentlichkeit.
Der Sport liegt in der Familie wohl im Blut. Denn auch Schwester Gina-Maria hat sich für eine Karriere im Sport entschieden. Während Mick auf der Rennstrecke unterwegs ist, feiert sie große Erfolge im Reitsport. Die Schumacher-Tochter zählt zu den besten Westernreiterinnen.
Mick sagt dazu: "Meine Mutter und meine Schwester machen Reining und haben sich in dieser Branche wirklich einen Namen gemacht. Sie machen das großartig." Auf einer Ranch in Texas betreibt Gina-Maria mit ihrem Mann eine große Anlage mit "wahrscheinlich über 200 Pferden", schätzt Mick.
Auch Mick ist während der IndyCar-Saison, die von März bis September dauert, auf der Ranch zu Hause. Das nächste Rennen steigt Ende März in Birmingham. Vielleicht klappt es ja dort mit einem Top-Ergebnis für den ehemaligen Formel-1-Piloten.