"Keine klaren Pläne"

"Seit 2008 nichts gewonnen" – Ex-Boss kritisert Ferrari

Mattia Binotto leitete drei Jahre lang das Formel-1-Team von Ferrari, jetzt teilt der Italiener gegen sein Ex-Team aus.
Sport Heute
19.03.2026, 15:19
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Mattia Binotto kennt Ferrari wie kaum ein anderer fast drei Jahrzehnte stand er bei der Scuderia unter Vertrag. Dennoch will der heutige Audi-Teamchef mit seinem neuen Rennstall bewusst einen anderen Weg einschlagen. Einen kleinen Seitenhieb auf seinen Ex-Arbeitgeber konnte er sich dabei nicht verkneifen.

Von 2019 bis 2022 leitete Binotto Ferrari als Teamchef, inzwischen treibt er den Aufbau des neuen Audi-Formel-1-Projekts voran. "Meine Aufgabe hier ist nicht schwieriger, sondern einfach anders. Die Arbeitskultur ist eine andere", erklärte der Italiener im Gespräch mit "L’Équipe". Während bei Ferrari vieles auf Versuch und Irrtum basiert habe, setze Audi auf klare Strukturen: "Dort gab es keine festen Abläufe und keine klaren Pläne. Bei Audi steht der Plan am Anfang – geprägt von deutscher und Schweizer Kultur. Und genau das entspricht meiner Vorstellung von Arbeit."

Auf die Frage, ob er bei Audi ein ähnliches "Superteam" formen wolle wie einst bei Ferrari, reagierte Binotto mit einem Seitenhieb: "Warum sollte ich Ferrari imitieren? Sie haben seit 2008 nichts gewonnen ich will mit Audi gewinnen."

Trotz ambitionierter Ziele mahnt der 56-Jährige zur Geduld. Erfolg komme in der Formel 1 nicht über Nacht. Der Plan sei langfristig angelegt: Zunächst soll das Team in drei Jahren aufgebaut werden, anschließend wolle man die Strukturen weiterentwickeln, um danach im Titelkampf mitmischen zu können. Dafür habe Audi bereits Dutzende Projekte mit klaren Meilensteinen gestartet.

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