Am Schwedenplatz und am benachbarten Morzinplatz hätte es eigentlich grüner werden sollen: 160 zusätzliche Bäume und neue Grünflächen mit Sitzgelegenheiten waren im Rahmen eines Architekturwettbewerbs 2016 geplant.
Unter der damaligen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) wurde schon 2012 und 2013 gemeinsam mit Fachleuten ein Leitbild für das Gebiet erstellt. Auch die Bevölkerung konnte ihre Wünsche einbringen. Für das Projekt waren damals 20 Millionen Euro vorgesehen.
Wie der ORF berichtet, gab es aber Probleme in der Umsetzung. "Es hat sich dann herausgestellt, in der Praxis hat das nicht funktioniert – weil sich dort eine Tankstelle befindet, Schienenstränge und man dort einen Wettbewerb gemacht hat, wo man von Seiten der Stadt gar nicht darüber verfügt", erklärt Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) im Interview mit "Wien heute". Laut "Standard" wird das Projekt jetzt wohl wieder verschoben.
Für Figl bleibt der Schwedenplatz aber ein wichtiges Anliegen: "Für uns als Bezirk ist natürlich der Schwedenplatz nach wie vor ein prioritäres Thema. Es ist nur so, dass wir uns aus finanziellen und organisatorischen Gründen dieses Projekt nicht leisten können. Wir sind angewiesen auf die Stadt", sagt er. Schon 2024 hieß es aus dem roten Planungsressort gegenüber Radio Wien: "Der Schwedenplatz steht aktuell nicht im Fokus".
Damit steht der Bezirk quasi wieder am Anfang. "Für uns heißt zurück an den Start, dass man wohl einen neuen Architektenwettbewerb oder Ähnliches wird machen müssen. (…) Wir würden uns natürlich sehr, sehr wünschen, wenn wir den Schwedenplatz auch in den nächsten Jahren umgestalten können und wenn sich die Stadt dazu bereit erklärt, auch hier die Mittel zur Verfügung zu stellen", so Figl weiter.
Aktuell haben aber andere Projekte Vorrang. Die Stadt Wien will zum Beispiel die Ringstraße neugestalten. Im Mittelpunkt steht dabei die Entflechtung von Fußgänger- und Radverkehr. Auch die Plätze vor den Monumentalbauten sollen schöner werden. Die Ringstraße soll stückweise über mehrere Jahre umgebaut werden. Ein Konzept dazu wird gerade ausgearbeitet und soll bald vorgestellt werden, hieß es vor etwa einer Woche.
Wegen der angespannten Finanzlage müssen aber auch andere Projekte warten. So wurde erst vor Kurzem bekannt, dass die geplante Umgestaltung der Wallensteinstraße vorerst nicht kommt – "Heute" berichtete. Weder heuer noch in den nächsten Jahren ist mit dem Umbau zu rechnen, obwohl der Start ursprünglich für 2024 geplant war.