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ÖVP-Chef Figl fordert Sonntagsöffnung für ganz Wien

Wiens ÖVP-Chef Markus Figl spricht sich gegen eine exklusive Tourismuszone aus – und will die Sonntagsöffnung auf die ganze Stadt ausweiten.
Wien Heute
11.02.2026, 11:55
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In der Debatte um Sonntagsöffnungen in Wien bringt ÖVP-Landeschef Markus Figl einen neuen Vorschlag aufs Tapet. Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt lehnt eine Sonderlösung für seinen Bezirk ab – und fordert stattdessen in der "Presse": "Wenn eine Sonntagsöffnung in Wien komme, dürfe sie nicht nur den ersten Bezirk umfassen, sondern müsse für ganz Wien gelten."

Figl: Sonderregelung kein langfristiger Weg

Im Gespräch mit Medien zeigte sich Figl überzeugt, dass eine dauerhafte Lösung bevorsteht: "Irgendwann wird die Sonntagsöffnung dauerhaft kommen – für ganz Wien", ist Figl im Gespräch mit der "Presse" sicher. Eine Sonderregelung für den ersten Bezirk – etwa während Großveranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest im Mai – sei zwar vorstellbar, aber kein langfristiger Weg.

Die Forderung fällt in eine Phase der Neuausrichtung: Figl, seit Kurzem Chef der Wiener ÖVP, feierte am Mittwoch in der Urania sein zehnjähriges Jubiläum als Bezirksvorsteher – mit Gästen wie Ex-Minister Gernot Blümel und ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti. Der offizielle Jahrestag lag zwar bereits im Dezember, doch der Polit-Betrieb ließ bis jetzt keine Zeit zum Feiern.

Verkehrsberuhigung als "Jahrhundert-Projekt"

Neben der Öffnungsdebatte steht für den ersten Bezirk ein Mega-Projekt bevor: Die Wiener Innenstadt wird – nach Vorbild italienischer Städte – verkehrsberuhigt. Einfahrten für private Autos werden massiv eingeschränkt, Parkplätze wandern in Tiefgaragen. Der gewonnene Platz an der Oberfläche soll neu gestaltet werden. Figl dazu: "In der Folge könne man den gewonnenen Platz an der Oberfläche für eine Neugestaltung dieser Bereiche nutzen."

Die Zukunft der Wiener Innenstadt wird also gleich an mehreren Fronten neu verhandelt – im Verkehr, im Handel und vielleicht bald auch an den Sonntagen.

Ob die Sonntagsöffnung tatsächlich kommt, bleibt offen – doch dass die politische Diskussion Fahrt aufnimmt, ist spätestens jetzt fix.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.02.2026, 11:59, 11.02.2026, 11:55
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