Direktor im Fokus

Bildungsdirektion prüft Maßnahmen nach Russen-Interview

Nach dem Interview von Schuldirektor Christian Klar mit dem russischen Staats-TV prüft nun auch die Bildungsdirektion mögliche Konsequenzen.
Thomas Peterthalner
11.02.2026, 08:18
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Der Wirbel um das nicht genehmigte Interview von Schuldirektor Christian Klar mit dem russischen Staatssender Rossija 1 zieht weiter Kreise. Nachdem bekannt wurde, dass Klar direkt in der Franz-Jonas-Europaschule in Wien-Floridsdorf für den Sender vor der Kamera stand, prüft nun die Bildungsdirektion Wien mögliche Maßnahmen.

"Fall wird nun geprüft"

Das Interview wurde im Vorfeld nicht besprochen, heißt es. "Der betreffende Fall wird derzeit sorgfältig von uns geprüft", teilte die Bildungsdirektion in einer Stellungnahme mit. Konkrete inhaltliche Auskünfte oder mögliche Strafen gibt es vorerst nicht. Erst nach Abschluss der Prüfung will man über allfällige Konsequenzen informieren.

Islamisierung an Schulen

Das Interview war im Jänner entstanden. Offiziell ging es laut Klar um sein Buch "Wie retten wir die Zukunft unserer Kinder?" sowie um Themen wie Islamisierung an Schulen und das Kopftuchverbot. Der Direktor gibt an, ihm sei zugesichert worden, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine kein Thema sein werde.

Für Propaganda verwendet

Das TV-Team sprach in der Schule auch mit ukrainischen Kindern. Der Beitrag wurde später im russischen Staats-TV ausgestrahlt und im propagandistischen Kontext verwendet. Die Tonspur von Klar wurde übersprochen. Es war bereits der zweite Bericht von Rossija 1 über den Mittelschuldirektor.

Klar nicht mehr VP-Bezirks-Vize

Politisch hatte der Fall bereits Folgen. Klar legte seine Funktion als stellvertretender ÖVP-Bezirksparteiobmann von Floridsdorf zurück. Ob dem Schuldirektor neben dem politischen Rückzug auch dienstrechtliche Strafen drohen, entscheidet sich erst nach Abschluss der Prüfung durch die Bildungsdirektion.

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