Der Wirbel um ein Interview von Schuldirektor Christian Klar aus Wien-Floridsdorf mit einem russischen TV-Sender sorgt nun für einen heftigen Politstreit. Sowohl als Schuldirektor, als auch als ÖVP-Bezirksparteiobmann-Stellvertreter in Wien-Floridsdorf drohen dem 63-jährigen Bildungsprofi nun Konsequenzen. Der Bildungssprecher der Wiener FPÖ und Klubobmann Maximilian Krauss spricht von einer gezielten politischen Aktion.
"Der derzeitige Wirbel rund um ein Interview von Direktor Christian Klar mit einem russischen TV-Sender ist nichts anderes als eine gezielte politische Aktion, um vom völligen Versagen im Wiener Bildungssystem abzulenken", so Krauss. "Ausufernde Gewalt an Schulen, zunehmender Islamismus, verzweifelte Pädagogen und mehr als 50 Prozent außerordentliche Schüler in den ersten Klassen, weil ihre Deutschkenntnisse so mangelhaft sind, dass sie dem Unterricht nicht folgen können – das sind die tatsächlichen Skandale im Wiener Schulwesen", erklärt Krauss.
Christian Klar habe seinen Fehler bereits eingestanden und sich entschuldigt. Dennoch werde der Vorfall nun politisch ausgeschlachtet. "Dieser Umstand wird nun schamlos ausgenützt, um einen der wenigen Lehrer, die sich noch trauen, die Wahrheit über die Zustände an unseren Schulen auszusprechen, mundtot zu machen. Wer so vorgeht, betreibt Gesinnungspolitik auf dem Rücken des Bildungssystems", betonte Krauss.
Besonders scharf geht der FPÖ-Klubobmann mit der ÖVP ins Gericht. "Dass ausgerechnet die eigene Partei nun sogar eine Amtsenthebung als stellvertretender Bezirksvorsitzender prüft, ist eine politische Bankrotterklärung. Dieses Vorgehen zeigt den desolaten Zustand einer ÖVP, die offensichtlich völlig am Ende ist."
Auch Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) steht in der Kritik. "Anstatt Verantwortung für ihr eigenes Versagen zu übernehmen, fordert sie öffentlich Konsequenzen und versucht, sich politisch reinzuwaschen. Dieses Verhalten ist ein Skandal und ein durchsichtiger Versuch, von den katastrophalen Zuständen in Wiens Schulen abzulenken", so Krauss. Wien brauche keine inszenierten Empörungsdebatten, sondern Reformen.