Während das Wetter in Österreich am Mittwoch regnerisch, aber ruhig war, haben heftige Gewitter Teile Italiens in Atem gehalten. Im Raum Rom bildete sich in den Morgenstunden ein Tornado, der laut ersten Berichten Bäume entwurzelte und für zahlreiche Feuerwehreinsätze sorgte.
Auch die UBIMET-Unwetterzentrale machte auf das seltene Wetterphänomen aufmerksam und veröffentlichte Aufnahmen des Wirbelsturms in den sozialen Netzwerken. Das Video zeigt deutlich den rotierenden Lufttrichter, der sich unter einer kräftigen Gewitterzelle entwickelte.
Nach Angaben italienischer Wetterbeobachter zog der Tornado durch den Stadtteil Montesacro im Norden Roms. Mehrere Bäume wurden entwurzelt oder schwer beschädigt. Eine Person erlitt leichte Verletzungen. Die Schadensbilanz ist vorerst noch vorläufig.
Meteorologen führen die Entstehung des Tornados auf eine besonders energiereiche Gewitterlage zurück. Über Mittelitalien trafen warme, feuchte Luftmassen auf kühlere Luft in höheren Schichten. Dadurch konnten sich kräftige Gewitter mit starker Rotation entwickeln.
In den vergangenen Wochen war Italien bereits mehrfach von schweren Unwettern betroffen. Vor allem im Norden des Landes wurden wiederholt Tornados, Hagelstürme und Überschwemmungen gemeldet. Experten beobachten heuer eine auffallend aktive Saison mit zahlreichen schweren Gewittern.
Für die kommenden Tage warnen Wetterdienste weiterhin vor lokalen Starkregenfällen, Hagel und stürmischen Böen. Vor allem entlang der Apenninen sowie in Mittelitalien bleibt die Wetterlage angespannt.