Am 6. März geht es bei den Paralympics um die Medaillen, Veronika Aigner ist dabei eine österreichische Edelmetall-Bank. Allerdings muss die Niederösterreicherin das Saison-Highlight ohne ihre Schwester Elisabeth in Angriff nehmen.
Elisabeth Aigner ist eigentlich der Guide ihrer sehbeeinträchtigten Schwester, kann bei den Paralympics in Cortina allerdings nicht an den Start gehen. Elisabeth Aigner zog sich bei einem Sprung beim Weltcuprennen in Tignes Anfang Februar einen Riss des Kreuzbandes im linken Knie zu.
Aigner versuchte, mit intensiven Reha-Maßnahmen doch noch fit zu werden. Dies gelang allerdings nicht. Die 27-Jährige kann ihrer Schwester daher bei den Paralympics nicht als Guide zur Seite stehen. Die 23-Jährige, die vor vier Jahren in Peking noch Gold im Riesentorlauf und im Slalom geholt hatte, braucht nun einen Ersatz-Guide. Wer vor der Weltklasse-Paraläuferin fährt, ist noch unklar.
"Am liebsten wäre ich mit meiner Schwester an den Start gegangen. Wir respektieren die Meinung der medizinischen Abteilung. Ich habe vollstes Verständnis für Lisis Entscheidung und bin zuversichtlich, dass ich trotzdem starten kann. In welcher Konstellation wird sich noch zeigen", sagte Veronika Aigner.