Es ging um 14-Jährige!

Schwester geschützt – neue Details zur Bluttat in Graz

Die 24-jährige Molekularbiologin wollte offenbar ihre Schwester vor ihrem späteren mutmaßlichen Killer schützen. Neue Details der Bluttat schockieren.
Newsdesk Heute
10.09.2026, 21:46
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Seit Samstag sitzt ein 23 Jahre alter Steirer in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen Mordverdachts ermittelt. Er soll in Graz die 24-jährige Lebensgefährtin seines Bruders getötet haben – nach den bisher bekannten Details mit einem Hammer.

Das Opfer war Molekularbiologin und Studentin an der Technischen Universität Graz. Wie berichtet, stammte die 24-Jährige aus der albanischen Küstenstadt Vlora. An der TU Graz studierte sie seit einigen Jahren und war auch als Botschafterin für internationale Studierende gelistet. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund bereiste sie in ihren Ferien Amsterdam, Venedig und sogar das australische Melbourne.

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Die Universität zeigte sich nach der Tat tief betroffen. In einem LinkedIn-Posting schrieb die TU Graz: "Wir sind zutiefst betroffen." Die Hochschule stellte sich darin "entschieden gegen jede Form von Gewalt an Frauen". In einem Mitarbeitersteckbrief soll die Studentin über ihr Studium geschrieben haben: "Hier zu studieren, war die beste Entscheidung, die ich je gemacht habe."

Die TU Graz trauert
LinkedIn

Von den Behörden wurden bisher nur wenig zum Tod der gebürtigen Albanerin öffentlich gemacht: Der Tatverdächtige soll geständig sein, zwischen ihm und dem Opfer soll bereits länger ein Streit geschwelt haben.

Jetzt bringt die "Kronen Zeitung" neue Details ans Licht. Dem Bericht zufolge hatte der 23-Jährige schon länger auf 14-jährigen Schwester der Frau "ein Auge geworfen". Das spätere Opfer hatte die Minderjährige schützen wollen und dem Steirer deutlich gemacht, dass er sie in Ruhe lassen solle.

Am Tag der Tat soll die Situation eskaliert sein. Der Verdächtige soll zur Wohnung gegangen sein, über den Balkon hinaufgeklettert und eingedrungen sein. Zum Zeitpunkt der Tat dürfte sie alleine zu Hause gewesen sein.

Die 24-Jährige soll zuvor noch mit ihrem Freund, dem Bruder des mutmaßlichen Killers, telefoniert haben. Danach soll sie versucht haben, sich im Schlafzimmer einzusperren. Der Angreifer soll mit seinem Hammer die Tür eingeschlagen und die wehrlose Frau getötet haben.

Kurz nach der Tat wurde der 23-Jährige laut den vorliegenden Informationen im Stiegenhaus des Gebäudes festgenommen. Die Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen. Eine Obduktion wurde durchgeführt, die Ermittler rekonstruieren nun den genauen Ablauf.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

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Die Staatsanwaltschaft Graz hält sich zum "Krone"-Bericht bedeckt. Sprecher Arnulf Rumpold sagt dazu: "Diese Informationen werden aufgrund laufender Ermittlungen nicht kommentiert." Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

red,10.09.2026, 21:46