Am beliebten Sorrento Beach in Perth läuft nach einer mutmaßlich tödlichen Hai-Attacke eine großangelegte Suchaktion. Ein Mann ist am Freitag kurz nach 10 Uhr rund 50 Meter vor der Küste im Wasser, nahe einem Wellenbrecher beim Sorrento Surf Club, als er von einem Hai attackiert wurde.
Der Schwimmer war gemeinsam mit einem weiteren Mann im Wasser. Dieser soll den Angriff mitangesehen haben und musste laut Bericht nach seiner Rückkehr an Land von Rettungskräften betreut werden. Einsatzkräfte eilten ins Wasser, konnten den Vermissten aber nicht finden.
Besonders erschütternd ist die Aussage einer Zeugin, die den Angriff vom Strand aus mitansehen musste. "Ich bin Krankenschwester, da sehe ich natürlich oft grauenvolle Dinge, aber mitanzusehen, wie jemand direkt vor meinen Augen im Wasser zu Tode zerfleischt wird, ist ziemlich schwer zu verkraften", schildert sie dem lokalen Medium "WAtoday".
Sie zeigte sich zutiefst geschockt. Sie lebe in der Nähe und würde selbst hier regelmäßig schwimmen. Damit ist es vorbei: "Ich werde auf keinen Fall wieder in dieses Wasser gehen."
Mehrere Augenzeugen berichteten von einer deutlich sichtbaren "Blutlache" im Meer. Der Hai wurde als bis zu sechs Meter lang beschrieben. Die genaue Art des Tieres ist bisher nicht bestätigt.
Nach dem Angriff suchten Polizei, Hubschrauber, Surf Life Saving und ein Boot der Fischereibehörde zunächst in Küstennähe. Später wurde der Suchradius auf das Meer hinaus erweitert. Gegen 13 Uhr soll der Hai mehrfach rund 1,6 Kilometer westlich des Hillarys Boat Harbour gesichtet worden sein.
An Land sperrten Ermittler Teile des Bereichs ab. Auch die Stadt Joondalup reagierte und schloss vorsorglich mehrere Strände von Burns Beach bis Marmion. Die Haisirene des Surfclubs ertönte nach dem Angriff wiederholt.
Für viele Menschen in der Gegend ist der Vorfall ein Schock. Eine Frau, die dort jeden Morgen schwimmt, bezeichnete Sorrento Beach bislang als sicheren Ort für Schwimmer.
In Australien kam es im vergangenen Jahr zu mehreren tödlichen Hai-Angriffen. Dazu zählt auch der Fall eines zwölfjährigen Buben in Sydney im Jänner.