Warnschüsse abgegeben

Migranten-Transfer eskaliert – Massenpanik in Ceuta

Ein Migranten-Transfer in Ceuta endete mit Chaos. Bei einer Massenpanik fielen Warnschüsse, mehrere Menschen wurden verletzt.
Newsdesk Heute
18.09.2026, 14:05
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Ein großer Polizeieinsatz zur Verlegung von Migranten hat am Freitag in der spanischen Exklave Ceuta zu chaotischen Szenen geführt. Bei Gedränge und einer Massenpanik fielen Warnschüsse, mehrere Menschen wurden verletzt. Rund 150 Beamte waren an dem Einsatz beteiligt.

Ziel der Aktion war es, Migranten von den Stränden Benítez und El Trampolín in provisorische Einrichtungen im Hafen von Ceuta zu bringen. Erst am Donnerstag hatte der Nationale Gerichtshof die vorläufige Nutzung der Lager genehmigt. Zuvor hatte es rechtliche und politische Auseinandersetzungen um die Unterkünfte gegeben.

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Massenpanik auf der Promenade

Bereits vor dem Eintreffen der großen Polizeieinheiten hatten Hunderte Migranten an den Stränden gewartet. Als zunächst nur wenige Beamte der Guardia Civil vor Ort waren, liefen zahlreiche Menschen in Richtung Hafen.

Auf der Strandpromenade entstand daraufhin eine Massenpanik. Später trafen die Polizeieinheiten ein, brachten die Situation unter Kontrolle und begannen damit, den Transfer zu organisieren, berichtet "El Pais".

Die Migranten wurden entlang der Promenade vom Strand Benítez bis zum Beginn des Industriegebiets am Hafen in Gruppen aufgeteilt. Die Strecke erstreckte sich über knapp einen Kilometer.

Mit einem Megafon riefen die Behörden die Menschen zur Ruhe auf. Hinter einer dichten Polizeikette warteten sie anschließend darauf, weitergebracht zu werden.

Mehr als 100 Beamte im Einsatz

Der Transfer betraf zunächst Menschen aus der Siedlung am Strand von Benítez, die direkt an die größere Siedlung El Trampolín grenzt. Die dort verbliebenen Migranten wurden abgesperrt, blieben laut Bericht aber ruhig, nachdem klar war, dass sie an diesem Tag nicht mehr verlegt werden sollten.

An der Aktion waren neben Polizeieinheiten auch Kräfte des Militärs und der Guardia Civil beteiligt. Insgesamt standen rund 150 Beamte im Einsatz.

Nach der anfänglich chaotischen Phase setzte sich schließlich eine Gruppe zu Fuß in Richtung der provisorischen Unterkunft im Hafen in Bewegung. Der Weg dorthin war etwas länger als einen Kilometer.

Die überwiegend männlichen Migranten reagierten mit Applaus auf den Beginn des Marsches. Viele hatten zuvor die Nacht mit ihrem Gepäck an den Stränden verbracht.

Warnschüsse bei Gedränge

Während des Einsatzes kam es erneut zu gefährlichen Situationen. Migranten drängten sich um die Bereitschaftspolizei. Beim Versuch, die Menschen über den vorgesehenen Weg weiterzuleiten, entstand ein Gedränge.

Die Polizei gab daraufhin Warnschüsse ab. Mehrere Migranten wurden verletzt, nachdem sie laut Bericht fast eine Stunde lang dem Druck der Menschenmenge hinter ihnen ausgesetzt gewesen waren.

Kinder aus Gruppe geholt

Während des Transfers entdeckten die Einsatzkräfte zudem mehrere Kinder unter den Menschen, die auf ihre Weiterverlegung in die Hafenanlagen warteten. Die Minderjährigen wurden aus der Gruppe herausgeholt. Die übrigen Migranten warteten auf Anweisung der Beamten sitzend auf dem Boden.

Grund dafür ist, dass die neue Unterkunft im Hafen für erwachsene Männer vorgesehen ist. Anders als bei einer vorherigen Aktion in Loma Colmenar soll verhindert werden, dass unbegleitete Minderjährige gemeinsam mit den Erwachsenen aufgenommen werden.

Weitere Aufnahmezentren für Minderjährige stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die neuen Einrichtungen im Hafen von Ceuta bieten Platz für rund 1.700 Menschen.

red,18.09.2026, 14:05
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