Brisante Akten enthüllt

Ceuta-Krise: Geheimdienst warnte vor Migranten-Ansturm

Spaniens Geheimdienst warnte bereits einen Tag vor dem Massenansturm auf Ceuta. Kurz darauf kamen rund 80.000 Migranten aus Marokko in die Exklave.
Newsdesk Heute
10.09.2026, 21:27
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Kurz vor der Ankunft Zehntausender Migranten in Ceuta lagen offenbar bereits konkrete Warnungen vor. Spaniens Geheimdienst CNI informierte die Behörden der Exklave 24 Stunden zuvor über einen möglichen "Überfall über Land und Meer".

Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, die von der spanischen Regierung nun freigegeben wurden. Demnach warnte der CNI am 29. Juli sowohl die Regierungsvertretung in Ceuta als auch die Guardia Civil.

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Aufrufe erreichten 180.000 Follower

Auslöser waren Aufrufe in sozialen Medien, am folgenden Tag die Grenze zur spanischen Exklave in Nordafrika zu überqueren. Zwei entsprechende Gruppen kamen den Unterlagen zufolge zusammen auf rund 180.000 Follower.

In einer weiteren Mitteilung warnte der Geheimdienst vor Versuchen, sowohl schwimmend als auch über den Grenzzaun nach Ceuta zu gelangen. Auch die marokkanischen Behörden wurden demnach vom CNI informiert.

Am 30. und 31. Juli kamen nach Angaben der Regierung rund 80.000 Migranten aus Marokko nach Ceuta. Der Großteil kehrte anschließend wieder nach Marokko zurück. Tausende befinden sich jedoch weiterhin in der spanischen Exklave.

Regierung gibt geheime Dokumente frei

Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez veröffentlichte rund 40 Dokumente aus dem Zeitraum zwischen 1. Juli und 1. August.

Sánchez will damit nach eigenen Angaben zeigen, dass die Regierung in Madrid vor der Massenankunft nicht vor einem Ereignis dieser Größenordnung gewarnt worden sei.

Eine Stellungnahme zu den nun veröffentlichten Unterlagen gab es zunächst weder von der spanischen Regierung noch von der Opposition.

red,10.09.2026, 21:27