Nach dem Hitzesommer

Seen trocknen aus – jetzt sind sogar Jobs in Gefahr

Am Attersee drohen sogar Fischsterben und Probleme für die Industrie. Der Neusiedler See steht kurz vor einem Rekord-Tief.
31.10.2026, 10:01
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Der Sommer ist vorbei, doch die Folgen der Hitze sind noch immer zu spüren. Österreichs Seen haben viel zu wenig Wasser. Auch der Regen der vergangenen Tage hat kaum geholfen.

Besonders schlimm ist die Lage am Attersee in Oberösterreich. Dort liegt der Wasserstand derzeit 64 Zentimeter niedriger als vor einem Jahr, wie der "Standard" berichtet.

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Jetzt droht sogar Fischsterben

Sinkt das Wasser noch weiter, könnte es gefährlich werden. Oberösterreichs Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) warnt sogar vor Fischsterben und schweren Schäden für die Natur.

Das Problem: Aus dem Attersee fließt Wasser in den Fluss Ager. Damit der See nicht noch mehr Wasser verliert, wurde dieser Abfluss bereits im August verringert. Doch dadurch bekommt auch die Ager weniger Wasser.

Das könnte sogar Arbeitsplätze gefährden. Denn das Industrieunternehmen Lenzing braucht Wasser aus dem Fluss, um ihre Maschinen bei der Produktion zu kühlen. Ist nicht mehr genug Wasser vorhanden, könnte die Produktion ausfallen.

Neusiedler See kurz vor Rekord-Tief

Auch am Neusiedler See im Burgenland ist die Lage ernst. Nur noch zwei Zentimeter fehlen bis zum niedrigsten Wasserstand, der dort jemals gemessen wurde. Dieser Rekord stammt aus dem Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen dem See bereits 36 Zentimeter Wasser.

Auch andere Seen betroffen

Wie der "Standard" berichtet, hat auch der Bodensee viel zu wenig Wasser. Dort liegt der Wasserstand in Bregenz um 69 Zentimeter niedriger als vor einem Jahr. Schuld daran sind unter anderem der wenige Schnee im vergangenen Winter, der fehlende Regen und die große Hitze im Sommer.

Auch der Wolfgangsee im Salzkammergut war betroffen. Im Sommer hatte er so wenig Wasser wie seit 30 Jahren nicht mehr. Das machte sogar der Ausflugsschifffahrt Probleme. Inzwischen ist der Wasserstand wieder etwas gestiegen, liegt aber noch immer unter dem üblichen Wert.

red, 31.10.2026, 10:01