Straße von Hormus

Seepocken-Alarm auf feststeckenden Frachtern

In der Straße von Hormus sitzen Hunderte Frachter fest. Jetzt werden die Schiffe bereits von Seepocken und Algen überwuchert.
Newsdesk Heute
21.05.2026, 15:23
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Seit Wochen steckt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fest – jetzt kämpfen die Frachter zusätzlich mit Seepocken und Algen. Wegen der weitgehenden Durchfahrtssperren durch den Iran sitzen laut "Financial Times" („FT“) seit Ende Februar rund 800 Handelsschiffe mit etwa 20.000 Seeleuten in der Region fest.

Durch die langen Wartezeiten und steigende Temperaturen überwuchern die Organismen inzwischen Schiffsschrauben, Bordwände und den Rumpf. Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen berichtete im firmeneigenen Podcast von einem Schiff, das seit Anfang März festgesessen hatte und wegen des starken Bewuchses nur mit verringerter Geschwindigkeit aus der Straße von Hormus gebracht werden konnte. Gegenüber der "FT" erklärte Hapag-Lloyd, dass die Schiffsschraube, große Teile der Bordwände und rund 40 Prozent des Schiffsbodens bewachsen gewesen seien.

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Ersatzteile brauchen bis zu 14 Tage

Auch technische Probleme würden laut Zeitung zunehmend zum Risiko: Ersatzteile bräuchten statt ein bis zwei Tagen inzwischen bis zu 14 Tage. Zudem gebe es nur wenige Charterboote, die die unsichere Route übernehmen wollten.

Besonders schwierig ist die Lage für die Besatzungen. Manche Seeleute würden bereits seit zweieinhalb Monaten auf den Schiffen ausharren. Hilfsorganisationen berichten laut "FT" von knappen Lebensmitteln, eingeschränktem Internetzugang und wachsender psychischer Belastung unter den Crewmitgliedern.

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