Während die Straße von Hormus seit Kriegsbeginn offiziell geschlossen bleibt, arbeitet der Iran intensiv daran, die wichtige Wasserstraße unter seine Kontrolle zu stellen und finanziell davon zu profitieren.
Jetzt hat das Regime eine neue Institution geschaffen: eine auf Bitcoin basierende Versicherung für Schiffe.
Die neue Organisation trägt den Namen "Hormuz Safe" und soll gegen Zahlung in der Kryptowährung Schutz für Schiffe anbieten, die die blockierte Meerenge durchfahren wollen.
Zunächst richtet sich das Angebot an iranische Reedereien und Schiffseigner.
Die Internetseite hormuzsafe.ir ist derzeit vom Ausland aus nicht erreichbar, wie n-tv.de unter Berufung auf Bloomberg und die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet. Details zu den genauen Konditionen der Versicherung sind bisher nicht bekannt.
Das neue Versicherungsangebot ist Teil einer größeren Strategie des Iran. Die Regierung hat bereits erklärt, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Berichten zufolge soll es um bis zu zwei Millionen Dollar pro Schiff gehen – zahlbar in Kryptowährungen.
Vor wenigen Tagen verkündete Irans nationaler Sicherheitsrat zudem die Schaffung einer neuen "Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs". Der Vorsitzende des parlamentarischen Sicherheitsausschusses kündigte an, dass bald ein Verfahren vorgestellt werde, um den Verkehr in der Straße von Hormus zu verwalten.
Trotz der Blockade hat der Schiffsverkehr zuletzt wieder deutlich zugenommen: In der vergangenen Woche durchquerten mindestens 54 Schiffe die Meerenge – mehr als eine Verdopplung zur Vorwoche. Darunter waren mehrere iranische Schiffe sowie zehn chinesische Frachter.
Vor Beginn des Krieges hatten durchschnittlich über 100 Schiffe täglich die Straße von Hormus passiert. Sie transportierten rund ein Viertel des weltweiten maritimen Ölhandels. Aktuell sitzen schätzungsweise rund 1.500 Frachtschiffe wegen der Blockade im Persischen Golf fest.