Seilbahn-Obmann will Gastroschließung nicht akzeptieren

Auch die Skihütten bleiben geschlossen.
Auch die Skihütten bleiben geschlossen.iStock
Gastronomie, Kultur und Tourismus bleiben noch bis Ostern geschlossen. Seilbahn-Chef Franz Hörl will das so nicht akzeptieren.

Seit Montag ist es fix: Der Lockdown für Gastronomie, Tourismus und Kultur geht in die Verlängerung. Erste Öffnungsschritte sind erst "rund um Ostern" geplant.

Nicht nur Vertreter der Branche sind sauer. Auch der Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Seilbahnen in der Wirtschaftskammer und ÖVP-Abgeordneter Franz Hörl will das nicht einfach hinnehmen. "Das akzeptiere ich so nicht", erklärte er am Dienstag gegenüber der APA.

Schließung der Skigebiete droht

Die Regierung betonte am Montag, dass die Lage am 1. März neu bewertet und die Bevölkerung über konkrete Öffnungsschritte informiert wird. Im Falle einer erneuten Lockdown-Verlängerung rechnet Hörl damit, dass dann ab Anfang März "viele Skigebiete zumachen". 

Kritik an Maßnahmen in Tirol

Zudem ist er verwundert darüber, welche Maßnahmen in Tirol umgesetzt wurden, denn seit mehreren Tagen weist das Bundesland die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz in ganz Österreich auf. Aktuell liegt der Wert bei 76, wie die Zahlen der AGES belegen. Bundesweit steht man bei 107.

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"Und auch der schwer verseuchte Bezirk Schwaz liegt unter dem Schnitt der Bundeshauptstadt Wien und unter dem Bundesschnitt", betont der Zillertaler Hotelier.

In Tirol haben bereits einige Skigebiete geschlossen. Da nun auch für das Skifahren ein negativer Corona-Test verlangt wird, bleiben die Pisten leer. Sölden machte am Montag den Anfang. Die Verantwortlichen würden aber danach trachten, das Angebot für Einheimische weiter aufrechtzuerhalten, meint Hörl. Schließlich gehe es auch um die Saisonkartenbesitzer, die derzeit sehr verunsichert seien.

FPÖ pflichtet Hörl bei

Auch der FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger unterstützt den ÖVP-Kollegen. Die Gastronomie und die Hotellerie müssen noch vor Ostern wieder aufsperren dürfen, erklärte Abwerzger am Dienstag. Es gehe um die wirtschaftliche Existenz ganzer Familien bei täglich sinkenden Infektionszahlen, meinte der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann.

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