Der "Fall Christopher Seiler" spitzt sich immer mehr zu. Gegen den Musiker wird ermittelt, Konzerte und ein neues Album wurden abgesagt, und der ORF kündigte an, vorerst alle Songs des Sängers aus dem Programm zu nehmen. Seiler zieht sich vorerst zurück und wird sich in professionelle Therapie begeben.
Während die Vorwürfe gegen den "Seiler und Speer"-Musiker immer größere Wellen schlagen und sich immer mehr öffentliche Personen zu Wort melden, rückt nun ein Interview aus dem Jahr 2024 wieder in den Vordergrund – und seine damals getätigten Aussagen aus dem Gespräch "Auf dem roten Stuhl" mit Bernhard Egger werden durch die aktuellen Vorkommnisse in ein neues Licht gerückt.
Seiler sprach mit Egger über seinen problematischen Umgang mit "Alkohol und anderen Substanzen" – und über seine Gründe dahinter. "Ich habe eine Zeit lang wirklich ein Problem mit Alkohol gehabt – und mit anderen Substanzen," erzählte er damals. Er habe versucht, vor unangenehmen Dingen "wegzurennen". "Dann habe ich mich eigentlich selber hin gemacht dabei," sagte Seiler.
Auch die Folgen beschrieb der Musiker deutlich. Es sei so weit gegangen, dass er mit Panikattacken zu kämpfen hatte – sein Leben überschattet von einem "schwarzen Vorhang". Seiler zog damals Konsequenzen, nahm sich eine Auszeit und suchte Hilfe. Er sprach offen darüber, wie wichtig es sei, mit jemandem zu reden, der sich auskennt. Auf dem "roten Stuhl" gab er 2024 an, sein Alkoholproblem in den Griff bekommen zu haben.
Aufgrund der aktuellen Vorfälle hat der Musiker erneut einen Rückzug, sowie "eine mehrwöchige, professionell begleitete Therapie" angekündigt, wie sein Management bestätigte.