Die Aufregung rund um Austropop-Star Christopher Seiler reißt nicht ab. Nach seinem öffentlichen Geständnis auf Instagram rücken nun auch die rechtlichen Folgen stärker in den Mittelpunkt.
Aktuell wird der 39-Jährige als Beschuldigter in einem Verfahren wegen Verdacht der Körperverletzung geführt. Hintergrund ist ein Vorfall mit einer jüngeren Frau. Dabei soll Seiler ihr mit Zwang Kokain auf die Lippen geschmiert haben.
Unabhängig davon, wo sich der Vorfall abgespielt hat, wird dieser rechtlich als körperliche Grenzüberschreitung gewertet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits. Durch das öffentliche Geständnis könnte sich der Tatbestand laut Einschätzung noch erweitern - sowohl nach dem Strafgesetz als auch nach dem Suchtmittelgesetz. Eine Entscheidung dazu steht noch aus.
Auch Konsequenzen im Straßenverkehr sind laut "Kronen Zeitung" nicht ausgeschlossen. Sollte sich herausstellen, dass Seiler ein Fahrzeug in beeinträchtigtem Zustand gelenkt hat, könnte ein Führerscheinentzugsverfahren folgen.
Insider gehen derzeit davon aus, dass der Musiker mit einer Diversion davonkommen könnte. Diese gilt rechtlich nicht als Schuldeingeständnis, bedeutet aber die Übernahme von Verantwortung.
Für Diskussionen sorgt auch Seilers Video. In der Musikszene fällt die Reaktion darauf gemischt aus. Florian Fendrich äußerte sich dazu mit deutlichen Worten. Unter dem Posting von Seiler schrieb er: "Ehrlich ja, trotzdem ein H**enkind."
Klar Stellung bezog auch Ernst Molden, ein langjähriger musikalischer Begleiter von Christopher Seiler. In einem langen Posting auf Facebook brach er sein Schweigen und nahm sich dabei kein Blatt vor den Mund:
"Die Frau hat ihn (Seiler, Anm.) völlig zu Recht angezeigt. Er hat, sowohl bei der Einvernahme als auch uns gegenüber, alles zugegeben und sich entschuldigt." Den Vorfall bezeichnet er als "furchtbar" und ergänzt: "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm sein Bereuen glaube, mir dennoch wünsche, dass er sein Leben ordnet und das g‘schissene Gift darin loswird."
Und weiter: "Wir haben eigentlich unser zweites Album fertig. Wir alle sind sehr glücklich damit, weil, ja, es ist richtig schön. Wir wollten es Ende April veröffentlichen, das tun wir jetzt nicht. Wir wollen es nicht in dieser im Augenblick tobenden, öffentlichen Schlacht hervorbringen, wo in der Hitze des Gefechts alles verzerrt wird. Wir wollen Zeit vergehen lassen und Entwicklungen beobachten.
Die meisten geplanten Konzerte spielen "einstweilen das Frauenorchester und Ich. Wir hoffen, dass es der betroffenen Frau wieder besser gehen wird. Wir hoffen, dass Christopher auf einem guten Weg ist. Wir sind traurig, aber wir freuen uns, euch auf unserer Tour trotzdem zu sehen", schreibt Molden.