In einem Videostatement spricht Christopher Seiler erstmals ausführlich über den Vorfall vor zwei Wochen, der zuletzt für massive Schlagzeilen gesorgt hatte. Während bislang vor allem die Vorwürfe einer Frau im Raum standen, versucht der Musiker nun, den Abend aus seiner Sicht einzuordnen – und räumt dabei auch eigenes Fehlverhalten ein.
Gleich zu Beginn stellt der Künstler klar, dass er Verantwortung übernimmt: "Was da vor zwei Wochen passiert ist, geht in keiner Welt irgendwie in Ordnung oder ist entschuldbar." Es gebe keinerlei Rechtfertigung für sein Verhalten – "egal in welchem Zustand man ist".
Besonders deutlich wird Seiler, als er konkret beschreibt, was passiert sei: "Man geht zu keiner Person, nimmt sie und schmiert ihr Kokain auf die Lippen." Ein solches Verhalten habe "in unserer Gesellschaft nichts zu suchen". Dafür "geniere" er sich "absolut", es tue ihm "von Herzen leid".
Das ganze Statement im Video:
Der Musiker betont, dass er zu seinen Fehlern steht und die Konsequenzen akzeptiert: Fehler müsse man eingestehen und "dafür gerade stehen". Die Folgen nehme er an: "Das was passiert ist, ist schlimm genug, diese Strafe nehme ich." Abschließend richtet er eine Entschuldigung "an alle, die davon betroffen waren".
Gleichzeitig widerspricht Seiler jedoch Teilen der kursierenden Berichte deutlich. Er wolle nicht hinnehmen, dass zusätzliche Vorwürfe verbreitet werden, die seiner Darstellung nach nicht der Wahrheit entsprechen: "Was ich allerdings nicht ertragen muss, sind Phantasiegebilde über Dinge, die nie passiert sind." So habe sich der Vorfall an einem Wohnzimmertisch mit einem Zeugen und nicht in einem Auto ereignet.
Konkret stellt er klar, dass es "keine dunklen Gassen, keine Gewalt oder sexuellen Übergriff" gegeben habe. Für derartige Darstellungen finde er klare Worte: Für solche "Schauergeschichten" halte er "nicht den Kopf hin" – dafür müsse er sich nicht entschuldigen, "damit habe ich nichts zu tun".
Für Christopher Seiler gilt die Unschuldsvermutung.