Diskussion komplett entfacht

"Hat nichts verstanden" – Band greift Seiler direkt an

Das Statement von Christopher Seiler hat nun offenbar noch mehr Öl ins Feuer gegossen. Nun melden sich die Poxrucker Sisters mit klaren Worten.
Heute Entertainment
18.03.2026, 16:45
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Nach dem öffentlichen Statement von Christopher Seiler melden sich nun auch die Poxrucker Sisters zu Wort und sie finden deutliche, gesellschaftspolitische Worte.

In einem ausführlichen Instagram-Posting reagieren die Musikerinnen auf die aktuelle Debatte rund um die Vorwürfe und die anschließende Entschuldigung Seilers. Dabei machen sie vor allem eines klar: Eine öffentliche Entschuldigung sei kein Grund für Applaus.

"Es ist kein heroischer Akt, sich nach einem übergriffigen Vorfall öffentlich zu entschuldigen. Es ist bare Minimum", schreiben sie.

Fokus auf Betroffene statt Täter

Im Zentrum ihres Statements stehen nicht die Vorwürfe selbst, sondern der Umgang damit und vor allem die Perspektive der Betroffenen. Die Band hebt hervor, dass es Mut brauche, Übergriffe überhaupt zur Anzeige zu bringen.

"Die wahren Heldinnen? Frauen, die sich trotzdem trauen, Übergriffe zu melden", heißt es weiter. Dabei verweisen sie auch auf die Realität vieler Betroffener: Angst vor Shitstorms, öffentlicher Druck und mögliche Konsequenzen.

Deutlicher gesellschaftlicher Appell

Die Musikerinnen betonen zugleich, dass die rechtliche Klärung Sache der Gerichte sei. Moralisch Verantwortung zu übernehmen, liege jedoch bei allen: Sowohl bei Medien als auch bei Privatpersonen.

Besonders eindringlich wird ihr Posting, als sie den Bogen zur aktuellen Gewaltdebatte spannen. Sie verweisen auf einen Femizid in Österreich und stellen die Frage, wie ernst Gewalt gegen Frauen tatsächlich genommen wird.

"Frauen zahlen in jedem Fall den Preis", schreiben sie. Manchmal sogar mit ihrem Leben.

Kritik an Verharmlosung

Auch gegen mögliche Relativierungen finden die Poxrucker Sisters klare Worte. Die Band kritisiert, dass übergriffiges Verhalten oft heruntergespielt werde und sieht darin eine gefährliche Entwicklung.

"Für ihn ist es ein Kampf mit Dämonen, für Frauen sexistische Realität", heißt es in dem Posting.

Zum Abschluss richten sie sich gegen ein Narrativ, das in solchen Fällen immer wieder auftaucht: Frauen würden Vorwürfe aus Aufmerksamkeit, Geld oder Rache erheben. "Wer das sagt, hat nichts verstanden", stellen sie klar.

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