Schwerer Autounfall

Sein ÖSV-Nachfolger starb: Jetzt hört Trainer-Ikone auf

Skisprung-Legende Mika Kojonkoski hört als Trainer auf. Der Finne coachte die ÖSV-Adler und war eng mit dem verstorbenen Alois Lipburger verbunden.
14.10.2026, 17:37
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Eine der prägendsten Trainerfiguren im Skispringen sagt Servus!

Mika Kojonkoski beendet nach mehr als 40 Jahren im Skisprungsport seine Laufbahn als Coach. Der 63-jährige Finne, der von 1997 bis 1999 auch Österreichs Skispringer betreute, hat genug vom ständigen Reisen und will künftig andere Prioritäten setzen.

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"Das Reise-Konto ist voll", erklärt Kojonkoski gegenüber der finnischen Zeitung "Iltalehti". Nach Jahrzehnten an den Schanzen rund um den Globus sei für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen.

Höllwarth lenkte Auto, Widhölzl Passagier

Auch im österreichischen Skispringen hinterließ Kojonkoski seine Spuren. Von 1997 bis 1999 stand er als Trainer an der Spitze des ÖSV-Teams, ehe er seine internationale Erfolgsgeschichte fortsetzte.

Als er Österreich verließ, schlug er Alois Lipburger als seinen Nachfolger vor. Die beiden Trainer kannten einander gut, wohnten damals sogar nahe beieinander im Tiroler Ort Telfs.

Lipburger übernahm die ÖSV-Adler, doch seine Trainerkarriere nahm ein tragisches Ende. Am 4. Februar 2001 kam der Vorarlberger nach dem Weltcup in Willingen bei einem Autounfall nahe Füssen in Bayern ums Leben. Sein Tod erschütterte die österreichische Skisprung-Familie.

Das von Springer Martin Höllwarth gelenkte Auto kam auf dem Heimweg von Willingen von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Neben dem jetzigen ÖSV-Cheftrainer Andi Widhölzl befand sich auch der damalige Coach Alois Lipburger im Auto.

Der 44-Jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Abend des 4. Februar 2001 gilt seitdem als eine der größten Tragödien der österreichischen Sportgeschichte.

Größten Triumphe mit Norwegen

Seine größten Triumphe feierte der Finne später mit Norwegen. Unter seiner Führung entwickelten sich die Skandinavier zu einer der stärksten Skisprung-Nationen der Welt. Olympiasiege, Weltmeistertitel und Erfolge bei der Vierschanzentournee machten Kojonkoski zu einem der erfolgreichsten Trainer seiner Generation.

Zuletzt arbeitete er mit dem finnischen Nachwuchsspringer Vilho Palosaari zusammen. Die Freude am Trainieren hat der 63-Jährige nicht verloren. Doch nach unzähligen Reisen und Wettkämpfen will er künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich seinem Unternehmen im Bereich Vermögensverwaltung widmen.

"Es liegen genügend Jahre und Kilometer hinter uns", sagt Kojonkoski. Eine Rückkehr schließt er zwar nicht völlig aus, stellt aber klar: "Meine Trainerkarriere ist praktisch vorbei."

Ganz verschwinden wird der ehemalige ÖSV-Coach allerdings nicht. Kojonkoski bleibt Vorsitzender des Skisprungkomitees beim Internationalen Ski- und Snowboardverband FIS und wird damit weiterhin Einfluss auf die Zukunft des Skispringens nehmen.

red, Akt. 14.10.2026, 17:42, 14.10.2026, 17:37
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