"Schädeldecke abgenommen"

Kitzbühel-Held vor Rückkehr: "Gedanke macht mir Angst"

Fast zwei Jahre nach seinem schweren Sturz in Bormio steht Cyprien Sarrazin vor der Rückkehr. Der Kitz-Doppelsieger spricht über seine Comeback-Pläne.
14.10.2026, 11:51
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Es waren Bilder, die die Ski-Welt schockierten!

Am 27. Dezember 2024 stürzte Cyprien Sarrazin beim Abfahrtstraining in Bormio schwer, erlitt eine Gehirnblutung und musste notoperiert werden. Der Franzose lag tagelang im Koma. Fast zwei Jahre später kämpft sich der zweifache Kitzbühel-Sieger zurück in den Weltcup. Jetzt verrät er seinen konkreten Comeback-Plan.

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Ende November soll der große Schritt erfolgen. Im amerikanischen Copper Mountain will der Speed-Star wieder Trainingsläufe absolvieren. Danach könnte die Rückkehr in den Ski-Weltcup anstehen.

"Wir werden Ende November in Copper Mountain die Trainingsläufe absolvieren und danach sehen wir weiter. Entweder gehe ich an den Start oder ich muss noch ein bisschen Geduld haben", erklärt Sarrazin gegenüber Eurosport.

Dabei stellt der Franzose klar: "Die einzige Gewissheit, die ich habe, ist, dass ich nicht hinterherfahre, ganz im Gegenteil."

"Hälfte meiner Schädeldecke abgenommen"

Wie dramatisch sein Unfall war, zeigen die Folgen. Sarrazin schlug in Bormio mit Kopf und Rücken auf der harten Piste auf, schlitterte regungslos den Steilhang hinunter und durchbrach ein Sicherheitsnetz.

Wegen einer Gehirnblutung musste er notoperiert werden. "Sie haben mir die Hälfte meiner Schädeldecke abgenommen", erzählte der Franzose.

Mittlerweile hat er sich weitgehend erholt. Lediglich seine Knie bereiten ihm noch Probleme. Ein Trainingslager in Argentinien verlief zuletzt vielversprechend.

Angst vor Kitzbühel

Dennoch will Sarrazin nichts überstürzen. "Wir haben mit den Trainern Bilanz gezogen und können sagen, dass es schneller ging, als wir uns vorstellen konnten", erklärt der 31-Jährige. Er müsse weiterarbeiten und dürfe keine Etappen überspringen.

Besonders emotional spricht er über seine Rückkehr nach Kitzbühel, wo er 2024 gleich beide Abfahrten gewonnen hatte. "Das letzte Mal, als ich Angst hatte, war letztes Jahr. Ich war in Kitzbühel, stand am Pistenrand", erinnert er sich.

Damals fragte er sich, ob er jemals wieder dort starten könnte. Seine Antwort nach kurzem Überlegen: "Nein. Das hat mir Angst gemacht."

red, Akt. 14.10.2026, 11:56, 14.10.2026, 11:51