Fast drei Jahre voller Schmerzen, Rückschläge und Ungewissheit liegen hinter ihr.
Jetzt ist Petra Vlhova zurück! Die slowakische Ski-Heldin will am 24. Oktober beim Weltcup-Auftakt in Sölden wieder angreifen. Nach ihrer langen Leidenszeit ist für die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin aber nichts mehr wie früher.
"Ich bin ein ganz anderer Mensch", erklärt Vlhova vor ihrem mit Spannung erwarteten Comeback.
Im Jänner 2024 nahm das Drama seinen Lauf. Ausgerechnet bei ihrem Heimrennen in Jasna stürzte die Slowakin im Riesentorlauf schwer und verletzte sich am rechten Knie. Es folgten mehrere Operationen und eine lange Rehabilitation.
Bei Olympia 2026 startete sie im Slalom – ohne Erfolg. Nun soll die Leidenszeit endlich ein Ende haben. Beim Riesentorlauf am Rettenbachferner in Sölden will Vlhova wieder am Start stehen. Große Erwartungen an eine Top-Platzierung hat sie vorerst aber nicht.
"Ich sehe, dass ich mich mit jeder Fahrt verbessere", erklärt die 31-Jährige bei einer Pressekonferenz. "Ich bin lange nicht gefahren und brauche Zeit, um mich wiederzufinden."
Besonders bemerkenswert ist, wie sehr die Verletzungspause die einstige Slalom-Dominatorin verändert hat.
"Ich genieße endlich den gesamten Weg. Früher habe ich Erfolge und Podestplätze oft als selbstverständlich angesehen", gesteht Vlhova.
Heute sieht sie vieles anders. "Jetzt freue ich mich über jeden Moment, auch wenn mal etwas nicht klappt."
Sportlich muss sich die 22-fache Siegerin von Weltcup-Slaloms wieder an die Weltspitze herantasten. Aktuell fühlt sie sich im Riesentorlauf wohler als in ihrer einstigen Paradedisziplin Slalom.