In zwei Wochen startet in Sölden der Ski-Weltcup. Der große Gejagte bei den Herren: Marco Odermatt. Der Schweizer eroberte in den letzten fünf Jahren die große Kristallkugel, zuletzt mit 568 (!) Punkten Vorsprung auf Lucas Pinheiro Braathen.
"Ich denke, die Kugel führt letztlich nur über mich", gibt sich Odermatt in der "Krone" gewohnt selbstbewusst. Aber: Die Konkurrenz gibt freilich nicht kampflos auf.
Braathen, der erste alpine Olympiasieger aus Brasilien, formulierte beim Atomic-Media-Day in Altenmarkt ein klares Ziel: "Nachdem ich bereits Zweiter war, will jetzt den Gesamtweltcup gewinnen. Ich weiß, dass das eine große Challenge wird."
Gegenüber "Heute" sagt der 26-Jährige: "Um gegen Marco um diesen Titel kämpfen zu können, muss ich auch in einer dritten Disziplin Punkte sammeln." Heißt konkret: Braathen wird neben Slalom und Riesentorlauf auch vermehrt im Super-G antreten.
"In der Vorbereitung habe ich mehr Speed trainiert, habe einiges umgestellt. Das Fundament bleiben aber die technischen Rennen, dort kann ich um Siege mitfahren."
Ob es 2026/27 bereits für den großen Wurf reicht, bleibt abzuwarten. Denn Odermatt ist in drei Disziplinen absolute Weltklasse. Noch. Der Schweizer stellt klar, dass auch er am dichten Programm zu nagen hat. "Ich werde in Zukunft mehr Pausen einlegen. Heuer ziehe ich es noch durch, dann schauen wir weiter", zitiert ihn die "Krone". "Der immer voller werdende Kalender macht es unmöglich, Allrounder zu sein."
Zum ersten Duell zwischen Braathen und Odermatt kommt es bereits am 25. Oktober in Sölden – beim traditionellen Weltcup-Auftakt-Riesentorlauf.