Strengere Regeln

Hirscher-Comeback könnte vor Weihnachten vorbei sein

Also doch! Marcel Hirscher darf mittels FIS-Wildcard im Ski-Weltcup an den Start gehen. Doch Achtung: Es könnte schnell wieder vorbei sein.
Sport Heute
08.10.2026, 22:34
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Marcel Hirscher will es auf der ganz großen Ski-Bühne noch einmal wissen. Der Salzburger, der mittlerweile für die Niederlande startet, hat nach einem Jahr Pause noch einmal das Comeback im Ski-Weltcup ins Visier genommen. Möglich macht das die weiterhin gültige Wildcard-Regel.

Der achtfache Gesamtweltcupsieger hatte 2019 seine Ski-Karriere beendet, danach seine eigene Skimarke "Van Deer" gegründet. Mit seinen eigenen Brettern kehrte Hirscher dann fünf Jahre später als Niederländer in den Ski-Weltcup zurück. Mit der Hirscher-Rückkehr vor Augen führte die FIS die Wildcard-Regelung ein, die Ski-Größen das Comeback erleichtert, einen Start nach den besten 30 erlaubt, ohne die dafür nötigen FIS-Punkte einfahren zu müssen.

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Hirscher nützte diese Sonderregelung dann für genau drei Weltcup-Starts im Herbst 2024: beim Riesentorlauf in Sölden, sowie in den Slaloms von Levi und Gorgl. Dabei schaute bloß ein 23. Platz beim Saisonstart in Sölden heraus. Danach zog sich Hirscher im Training einen Kreuzbandriss zu. Die Saison war beendet, der Traum von der "Heim-WM" in Saalbach 2025 geplatzt. Danach arbeitete der gebürtige Salzburger am Comeback, ließ aber die gesamte letzte Saison samt Olympia in Bormio aus.

Strengere Regeln

Nun will es Hirscher noch einmal wissen, nach monatelangem Hin und Her hat der Ski-Weltverband FIS auch erneut die Wildcard-Regelung für den Salzburger bestätigt, wenn auch in deutlich verschärfter Form, wie im Herbstmeeting des FIS-Council beschlossen wurde.

Hirscher muss liefern, sonst ist sein Comeback-Plan noch vor Weihnachten geplatzt. Ursprünglich war die Wildcard-Regelung nämlich auf 20 Starts pro Saison ausgelegt, jetzt hat die FIS aber deutlich strengere Regeln beschlossen.

Künftig werden bloß vier Wildcards pro Disziplin ausgegeben – bei Hirscher also jeweils vier für den Slalom und vier für den Riesentorlauf. Die vier Starts bleiben aufrecht, wenn Hirscher, oder ein anderer Wildcard-Starter, bei dem jeweiligen Rennen in den Top 30 landet. Bei einer schlechteren Platzierung wird ein Start gestrichen. Wie es bei einem Ausfall im zweiten Durchgang aussieht, geht aus dem Text aber nicht hervor.

Hirscher-Comeback könnte vor Weihnachten vorbei sein

Das heißt aber auch im Umkehrschluss: Sollte Hirscher bei seinen Comeback-Rennen äußerst unerfolgreich sein, könnte seine nun dritte Weltcup-Rückkehr noch vor Weihnachten wieder zu Ende sein.

Denn Riesentorläufe finden in Sölden (25. Oktober), Copper Mountain (29. November), Beaver Creek (6. Dezember) und in Val d'Isere (12. Dezember) statt. Sollte der Salzburger die Übersee-Tour auslassen, würden die Riesentorläufe in Alta Badia (20. Dezember) und Kranjska Gora (2. Jänner) hinzukommen.

Im Slalom-Weltcup stehen die Rennen in Levi (15. November), Gurgl (22. November), sowie in Val d'Isere (13. Dezember) und Alta Badia (21. Dezember) auf dem Programm.

Es ist aber freilich gut möglich, dass Hirscher gewisse Rennen auslässt, um sich seine Wildcard-Starts aufzuheben.

red,08.10.2026, 22:34