Bei der österreichischen Skisprung-Meisterschaft in Innsbruck durfte Stephan Embacher am lautesten jubeln. Der 20-jährige Tiroler sicherte sich mit Sprüngen auf 133,5 und 132,5 Meter erstmals den Staatsmeistertitel. Mit 283,6 Punkten lag er am Ende deutlich vor der Konkurrenz.
"Es ist das erste Mal für mich, dass ich bei der Österreichischen Meisterschaft abliefern konnte", freute sich der Schützling von Springer-Ikone Gregor Schlierenzauer.
Nach seinen Trainingsleistungen habe er mit dem Triumph selbst nicht gerechnet. Clemens Aigner und Jan Hörl teilten sich mit jeweils 267,4 Punkten den zweiten Platz.
Für den spektakulärsten Sprung des Tages sorgte allerdings Hörl. Der Salzburger segelte im ersten Durchgang auf 136,5 Meter und übertraf damit den bisherigen Sommerrekord am Bergisel. Diesen hatte die polnische Skisprung-Legende Adam Malysz seit 2004 mit 136 Metern gehalten.
Raffael Zimmermann wurde mit nur 0,7 Punkten Rückstand auf Silber Vierter. Die größten ÖSV-Namen mussten sich mit Plätzen hinter dem Podest begnügen. Stefan Kraft landete auf Rang fünf, Daniel Tschofenig wurde Sechster. Aigner unterstrich unterdessen seine starke Sommerform, nachdem er zuvor sämtliche sechs Einzelbewerbe im Continentalcup gewonnen hatte.
Bei den Frauen verteidigte Lisa Eder ihren Titel souverän. Die 25-Jährige setzte sich mit zwei Sprüngen auf jeweils 120,5 Meter und 24,4 Punkten Vorsprung vor Hannah Wiegele durch. Bronze ging an Julia Mühlbacher. Ganz zufrieden war Eder dennoch nicht: "Eigentlich war es nicht mein Tag", erklärte sie. Am 17. Oktober geht es für die ÖSV-Adler in Stams mit der Staatsmeisterschaft auf der Normalschanze weiter.