Ihr Aufstieg ging rasant, der Rückschlag kam umso härter. Leonie Zegg feierte im Dezember 2025 ihren ersten Europacup-Sieg, raste nur wenige Wochen später bei ihrem Weltcupdebüt auf Anhieb in die Punkteränge.
Doch im März wurde die 21-jährige Österreicherin brutal ausgebremst. Bei einem Sturz in Val di Fassa riss sie sich das Kreuzband und den Innenmeniskus im linken Knie. Sieben Monate später gibt es nun gute Nachrichten: Die Vorarlbergerin steht kurz vor ihrer Rückkehr auf Schnee.
"Nächste Woche mache ich noch einen Test und darf danach hoffentlich wieder Skifahren", freut sich die Speed-Spezialistin gegenüber der "Krone".
Hinter der Lecherin liegen intensive Monate. Nach der Operation bei Kniespezialistin Katja Tecklenburg in Imst absolvierte sie erste Reha-Einheiten in ihrer Heimat, ehe sie für drei Wochen nach Gastein wechselte.
Dabei machte die Vize-Juniorenweltmeisterin von 2025 im Super-G nach eigenen Angaben kontinuierlich Fortschritte. "In den vergangenen sieben Monaten hatte ich so viele kleine Erfolge, dass sich der Weg zurück gar nicht so herausfordernd angefühlt hat", erzählt Zegg.
Die ersten Einheiten auf dem Skisimulator hat Zegg bereits erfolgreich absolviert. Nun soll der nächste Schritt folgen. Mit dem Renncomeback will sie sich allerdings Zeit lassen. "Die ersten vier bis sechs Wochen steht freies Skifahren am Programm, erst danach ist Stangentraining wieder ein Thema", erklärt die 21-Jährige.
Wie bitter der Rückschlag war, zeigt ein Blick auf ihre vergangene Saison. Am 18. Dezember gewann Zegg die Europacup-Abfahrt in St. Moritz. Weniger als einen Monat später holte sie bei ihrem ersten Weltcup-Auftritt in Zauchensee bereits ihren ersten Punkt.
Die junge Vorarlbergerin hatte sich damit in eine aussichtsreiche Position im Kampf um einen fixen Weltcup-Startplatz gebracht. Doch am 7. März folgte bei der Abfahrt in Val di Fassa der Schock. Nach einer missglückten Landung beim Zielsprung war ihre Saison vorzeitig beendet.