Für Alexander W. läuft die Zeit davon. Der 44-jährige Osttiroler muss laut "ServusTV" innerhalb weniger Tage einen Weg finden, einen Schuldenberg von rund 500.000 Euro zu bewältigen. Gelingt das nicht, könnte der Hof, der seit rund 200 Jahren seiner Familie gehört, verkauft werden.
Hinter dem gelernten Tischler liegen bereits mehrere schwere Schicksalsschläge. 2024 erlitt sein Vater einen Schlaganfall und starb wenig später. Alexander selbst erhielt 2007 eine Krebsdiagnose, überstand die Erkrankung jedoch. Sein Bruder war ebenfalls an Krebs erkrankt und starb bereits 1999.
Umso mehr hängt der 44-Jährige an seinem Zuhause. Einen Zubau am Hof errichtete er noch gemeinsam mit seinem Vater. "Bei jedem Brett erkenne ich meinen Vater wieder", sagt Alexander W. gegenüber dem "ServusTV".
Nach dem Tod des Vaters zeigte sich allerdings das ganze Ausmaß der finanziellen Probleme. Rund 500.000 Euro Schulden lasten auf dem Hof. Der Betrag setzt sich dem Bericht zufolge aus Behandlungskosten des Bruders, Altschulden der Großeltern und Kosten für Renovierungen zusammen.
Nun entscheidet sich, ob Alexander den Familienhof übernehmen kann. Ein vom Gericht eingesetzter Verlassenschaftskurator verlangt dafür bis Anfang September einen Finanzierungsplan.
Darin muss der Osttiroler darlegen, wie die Schulden abgebaut und die anderen Erben ausbezahlt werden sollen. Kann er keinen entsprechenden Plan vorlegen, droht der Verkauf des Hofes, berichtet der TV-Sender.
Viel Zeit bleibt ihm dafür nicht mehr. Laut Bericht hat der 44-Jährige nur noch eine Woche, um eine Lösung zu finden.
Dabei arbeitet Alexander nach eigenen Angaben bereits rund 70 Stunden in der Woche. Wie sein Leben aussehen würde, sollte er sein Zuhause tatsächlich verlieren, weiß er nicht.
"Ich lasse den Tag X auf mich zukommen", schildert er gegenüber "ServusTV" seine Situation. Trotz des enormen finanziellen Drucks will Alexander die Hoffnung noch nicht aufgeben. Ob der seit 200 Jahren bestehende Familienbesitz gerettet werden kann, entscheidet sich in den kommenden Tagen.