Bis zu 7.000 Meter tief

Sensationsfund! Riesiger Walfriedhof wurde entdeckt

Forscher haben im Indischen Ozean den größten und tiefsten Walfriedhof aller Zeiten entdeckt. Die Überreste sind teils Millionen Jahre alt.
Newsdesk Heute
11.06.2026, 20:21
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Es ist eine Sensation aus den tiefsten Tiefen des Ozeans: Im Südosten des Indischen Ozeans, rund 1.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth, haben Wissenschaftler mit einem Tauchboot einen gigantischen Walfriedhof gefunden.

Die sogenannte "Wal-Nekropole" erstreckt sich über 1200 Kilometer Länge und liegt in Tiefen von 4200 bis zu 7000 Metern – ein absoluter Rekord. Noch nie zuvor wurden Walfossilien auch nur annähernd so tief entdeckt.

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Wie der "Spiegel" berichtet, fanden die Forscher bei insgesamt 32 Tauchgängen 476 teils mehrere Millionen Jahre alte Walüberreste. Das chinesische Tauchboot "Fendouzhe" stieß bereits im Februar 2023 auf die ersten Knochen, die aus den Sedimenten hervorragten.

Knochen bis zu 5,3 Millionen Jahre alt

Die Datierungen ergaben, dass einige der Fossilien bis zu 5,3 Millionen Jahre alt sind. Die Knochen waren von einer schwarzen Schicht aus Eisen-Manganoxiden bedeckt. In einigen Bereichen sind die Walfriedhöfe noch "aktiv" – die dortigen jüngeren Knochen sind von Mikroben und speziellen Würmern besiedelt.

Doch warum häufen sich ausgerechnet dort so viele Walreste? Die Forscher haben mehrere Erklärungen: Die extreme Tiefe schützt die Knochen vor Räubern, und die hohe Dichte der Walknochen ermöglicht es ihnen, so lange zu überdauern, bis sie von Mineralien überzogen werden.

Ein eigenes Ökosystem in der Tiefe

In der Nekropole entdeckten die Wissenschaftler auch spezielle Ökosysteme. Quallen, Schlangensterne, Muscheln und Bartwürmer der Gattung Osedax leben dort und haben sich auf die Besiedlung von Skeletten spezialisiert. Auf einem Quadratmeter zählt man teils bis zu 2840 Lebewesen.

Das Team fand auch zwei heute noch lebende Walarten: den Andrew-Schnabelwal und den Layard-Wal. Andere Arten, die in dem Walfriedhof gefunden wurden, sind längst ausgestorben - wie etwa Vertreter der Schnabelwal-Gruppen Pterocetus und Izikoziphius.

Ein Experte bezeichnete die Entdeckung als "wahrhaft einzigartig" und verglich sie mit dem Fund des als ausgestorben geltenden Quastenflossers im Jahr 1938. Die Forscher gehen davon aus, dass es weltweit noch viele weitere solcher Walfriedhöfe gibt.

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