Im Publikum staunten die Gäste nicht schlecht: Statt Revue oder Tanz lief in einem Salzburger Varieté plötzlich eine waschechte Sex-Show ab. Zwei Darstellerinnen lieferten sich auf der Bühne ein erotisches Duett, das so gar nicht mehr jugendfrei war.
Und das war kein Versehen – laut Behörden wusste der Veranstalter ganz genau, was ihn erwartete. Schon vor der Show hatte ihm die Agentur eindeutige Fotos geschickt, die das Programm zeigten – berichtet die "Presse". Trotzdem ließ er die Damen auftreten – und bewarb die heißen Bilder sogar auf Facebook.
Das Salzburger Amt reagierte umgehend: Bewilligung entzogen! Der Mann habe, so die Begründung, seine Veranstaltung "zur Vornahme unsittlicher Handlungen missbraucht".
Auch das Landesverwaltungsgericht sah keinen Spielraum. Die Richter urteilten klar: "Ein einziger Vorfall reicht." Der Veranstalter habe bewusst gehandelt – und damit gegen alle Auflagen verstoßen.
Der Fall landete schließlich beim Verwaltungsgerichtshof. Dort bekam der Mann die endgültige Abfuhr. Die Richter entschieden: Für den Entzug einer Veranstaltungsbewilligung genügt bereits ein einziger solcher Vorfall.
Damit ist das letzte Wort gesprochen: Einmal Sex auf der Bühne – und die Show ist für immer vorbei.