Vergangene Woche flog im Linzer Stadtteil Kleinmünchen ein heftiger Fall von illegaler Prostitution auf: In einer Wohnung sollen es sogar Sex gegeben haben, während sich dort Minderjährige befanden.
Auslöser war eine Anzeige aus der Nachbarschaft: Eine Anrainerin meldete der Polizei, dass in einem Mietshaus häufig fremde Männer ein- und ausgehen würden. Zusätzlich fiel den Behörden ein Online-Inserat auf, das auf verbotene Prostitution hindeutete. Daraufhin nahm der städtische Erhebungsdienst Ermittlungen auf.
In Zusammenarbeit mit dem Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos kam es zu einem koordinierten Zugriff. "In der betroffenen Wohnung trafen die Ermittler drei erwachsene Personen sowie drei Minderjährige im Alter von fünf, 13 und 17 Jahren an", heißt es in der Aussendung.
Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden sexuelle Handlungen auch in deren Anwesenheit durchgeführt. Die Kinder- und Jugendhilfe war eingebunden und setzte umgehend Maßnahmen zum Schutz der Minderjährigen.
"Die weiteren Ermittlungen laufen", sagt Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Ziel sei es, "alle strafrechtlich relevanten Aspekte umfassend aufzuklären und mögliche Hintergründe sowie Verantwortlichkeiten lückenlos zu prüfen".
Um die Arbeit gegen illegale Prostitution zu erleichtern, ist es laut Magistrat sehr hilfreich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger bei Verdachtsmomenten melden.
Hinweise werden an die Polizei oder an das Bürgerservice unter der Tel. +43 732 7070 erbeten.
Kontrollen seien notwendig, "damit gerade solche erschütternden Fälle ausnahmslos ans Licht gebracht und aufgeklärt werden können". Der Schutz von Kindern stehe an erster Stelle. "Hier darf es keinerlei Toleranz geben", betont Raml.