Im Jahr 2025 hat sich der Trend der steigenden Einbürgerungen in Österreich fortgesetzt. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervor. Demnach erhielten im Vorjahr 25.095 Personen den rot-weiß-roten Pass, was einem Plus von 14,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Insgesamt 9.583 von ihnen leben jedoch nicht in Österreich. Bei ihnen handelt es sich zum Großteil um Nachkommen von Vertriebenen des NS-Regimes. Ansonsten wurden unter anderem auch 3.189 Syrer, 1.632 Türken, 1.301 Afghanen, 745 Personen aus Bosnien und Herzegowina und 709 Iraner zu Österreichern.
Die meisten von ihnen leben in Wien (5.078). Aber auch in Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland machte sich im Vorjahr ein Anstieg bemerkbar. Lediglich in Salzburg (- 0,2 Prozent) und in Oberösterreich (- 11,2 Prozent) war der Trend rückläufig.
Vor allem in Oberösterreich sorgen die aktuellen Zahlen für Freude. Man sieht darin den eigenen Weg in der Integrationspolitik bestätigt. "Die Staatsbürgerschaft ist kein Automatismus, sondern der Schlusspunkt einer gelungenen Integration. Während bundesweit die Zahlen stark steigen, zeigt Oberösterreich, dass ein konsequenter und klarer Kurs Wirkung zeigt", freute sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Für Stelzer ist klar: "Wer Staatsbürger werden will, muss unsere Sprache sprechen, arbeiten, sich an Recht und Ordnung halten und unsere Werte mittragen." Dem Landeshauptmann zufolge habe man in den vergangenen Monaten "bewusst Maßnahmen gesetzt, um Fehlanreize für Zugewanderte zu reduzieren".
Als Beispiele nennt Stelzer die OÖ-Hausordnung und die flächendeckende Einführung der Sachleistungskarte. So sei es gelungen, sogenannte Pull-Faktoren einzudämmen. "Integration bedeutet Bringschuld. Wir erwarten Leistung, Eigenverantwortung und Respekt vor unseren Regeln. Die Staatsbürgerschaft ist das höchste rechtliche Band zu unserem Land – sie darf nicht am Anfang stehen, sondern muss am Ende eines erfolgreichen Weges stehen", stellte Stelzer klar.
Der oberösterreichische Landeshauptmann würde es begrüßen, wenn man auch auf Bundesebene über strengere Rahmenbedingungen diskutieren würde. Ein Vorschlag wäre hier eine Verlängerung der Wartezeit. "Wer dauerhaft Teil unserer Gemeinschaft sein möchte, soll dies über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen", so Stelzer. In Oberösterreich wolle er den Weg jedenfalls weiter fortsetzen.