Am Freitag verlautbarte die Regierung Montenegros kurz und schmerzlos: Mirjana Pajković, Staatssekretärin im Ministerium für Menschen- und Minderheitenrechte, tritt aus "persönlichen Gründen" zurück. Nur wenige Wochen zuvor trat der Direktor des Nationalen Sicherheitsdienstes, Dejan Vukšić, ebenfalls aus "persönlichen Gründen" zurück.
Genau diese Gründe sind im kleinen Land, das in zwei Jahren den EU-Beitritt vollzogen haben will, gerade Gesprächsthema Nummer 1. Seit über einem Monat gibt es ein öffentliches Hickhack zwischen den beiden Ex-Beamten über intime Aufnahmen mit sexuellen Inhalten, die veröffentlicht wurden und seither im Internet zirkulieren.
"Ich habe diese Inhalte erst zum ersten Mal gesehen, als sie illegal in sozialen Netzwerken kursierten", erklärte Vukšić in einer Stellungnahme. Mirjana Pajković habe im Oktober 2024 sein Handy "unrechtmäßig entwendet". Gleichzeitig gibt es Aufnahmen, in denen Vukšić per Telefon Pajković bedrohte.
Und dieser wiederum behauptet, im März selbst von einem anonymen Anrufer bedroht worden zu sein. Beide decken sich seitdem gegenseitig mit Anzeigen ein, teils auch eben aufgrund des Inhalts der Anzeigen. Fest steht nur, dass beide politischen Karrieren wohl ihr Ende gefunden haben.