Sieg am Semmering

Shiffrins Tor-Aufreger hat noch ein Nachspiel

Mit dem Tor-Aufreger am Semmering sorgte Ski-Ass Mikaela Shiffrin für Schlagzeilen. Der Vorfall geht nun in die Verlängerung.
Sport Heute
03.01.2026, 21:05
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Shiffrin gewann vor einer Woche im Slalom am Semmering auch das fünfte Rennen der Saison in dieser Disziplin, untermauerte ihre Stellung als Slalom-Königin. Nicht allerdings, ohne für Aufregung zu sorgen. Denn die US-Amerikanerin hatte vor dem zweiten Durchgang ein Tor umstecken lassen. Die Passage sei unfahrbar, hatte sich die Siegerin von nun 106 Weltcuprennen beschwert. Das zeigte Wirkung, nach Shiffrins Aussagen wurde das Tor tatsächlich verändert.

Das Umstecken, auch nach der Besichtigung, ist nicht ungewöhnlich, sorgte trotzdem aber für Aufregung. Denn Shiffrin konnte das dann umgesteckte Tor noch besichtigen, überzog die dafür vorgesehene Zeit der Streckenbesichtigung um elf Minuten – ein Vergehen, das ohne Sanktion blieb. Die weiteren Läuferinnen hatten bloß ein Video der veränderten Streckenpassage zum Anschauen bekommen.

Letztendlich setzte sich Shiffrin durch, feierte ihren 106. Weltcupsieg. Ein Erfolg, der Bestand hat. Denn sämtliche Verbände verzichteten im Nachgang auf einen Protest gegen die Wertung des Rennens.

Nachspiel

Trotzdem hat die Causa ein Nachspiel, wie "ORF"-Kommentator Ernst Hausleitner während des Riesentorlaufs von Kranjska Gora erzählte. Im Nachgang des Rennens werden sich sämtliche Head-Coaches in Kranjska Gora treffen, so der "ORF"-Mann. "Da wird man diese Angelegenheit diskutieren. So etwas soll nicht mehr vorkommen, dass eine Läuferin einfach ein Tor umsetzt, dann dieses Tor auch besichtigen kann und dann auch noch zugesprochen bekommt, länger zu besichtigen", so der Kommentator. Und ergänzte: "Das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Darauf wollen die Head-Coaches beharren in einer Sitzung mit der FIS." Das Problem war vor allem, dass Shiffrin das Tor noch besichtigen habe können.

"Es ist ein Riesenthema. Die Regeln sind da, muss auch sie einhalten", meinte Co-Kommentatorin und Ex-Weltcup-Läuferin Nici Hosp, schob dann aber hinterher: "Wenn eine Mikaela Shiffrin einmal etwas sagt, dann hat das einen Grund. Sie ist keine, die jammert. Deshalb ist die Entscheidung, so, wie es vonstatten gegangen ist, schon in Ordnung."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.01.2026, 22:13, 03.01.2026, 21:05
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