Formel 1

Shootout-Farce: Pilot darf nicht mehr mitfahren

Eine Reifen-Farce bei der Premiere des Sprint-Shootouts in der Formel 1. In der Qualifikation für den Sprint durfte Lando Norris nicht mehr mitfahren. 
Heute Redaktion
29.04.2023, 11:56
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Der britische McLaren-Pilot schaffte als Zehnter hauchdünn den Sprung in den dritten Qualifying-Abschnitt der besten zehn, hätte die Chance gehabt, um einen Platz im vorderen Feld der Startaufstellung mitzufahren.

Reifen-Regel stoppt Norris

Doch dazu kam es nicht. Denn eine Reifen-Regel machte Norris einen Strich durch die Rechnung. Im Reglement des kurzfristig eingeführten Qualifyings für das Sprintrennen am Samstagnachmittag ist nämlich festgeschrieben, dass die dritte Qualifying-Session mit einem völlig neuen Soft-Reifen gefahren werden muss. Norris hatte allerdings keinen frischen Satz der schnellen Reifen zur Verfügung, durfte deshalb nicht mehr mitfahren. Dasselbe Schicksal hätte auch dem japanischen Alpha-Tauri-Piloten Yuki Tsunoda geblüht, der allerdings bereits im ersten Abschnitt ausgeschieden war. 

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Norris und auch Tsunoda hatten keinen frischen Satz Soft-Reifen zur Verfügung, weil beide Piloten im regulären Qualifying für den Großen Preis am Sonntag überraschend in Q3 vorgestoßen waren und dafür einen Soft-Satz verwendeten. Damit wurde auch gleich die Schwäche des Sprint-Qualifyings entlarvt: Die Teams legen ihre Priorität eindeutig auf den klassischen Grand Prix am Sonntag, dafür nimmt man in Kauf, im Sprint-Shootout vorzeitig den Motor abstellen zu müssen.

Das Sprint-Shootout wird in einem vergleichbaren Format wie das reguläre Qualifying ausgetragen, ergibt aber nur noch die Startformation für den Sprint. Die drei Abschnitte wurden jeweils verkürzt.

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