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Showdown am Dienstag? Ende von Irans Mullah-Regime

Mutige Aussage: Der deutsch-iranische Journalist Michel Abdollahi glaubt: Schon kommende Woche könnte es im Iran zu neuen Massenprotesten kommen.
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13.03.2026, 11:53
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Kommt es im Iran schon sehr bald zum großen Umbruch? Der deutsch-iranische Journalist Michel Abdollahi hat jetzt im TV eine überraschend konkrete Prognose abgegeben. Bei Maybrit Illner (ZDF) nannte er einen konkreten möglichen Zeitpunkt.

Seine Einschätzung: Der letzte Dienstag vor dem iranischen Jahresende könnte entscheidend werden. Heuer fällt dieser Tag auf Dienstag nächste Woche, das berichtet die Bild.

"Tag, der immer zu Unruhen führt"

"Nach dem iranischen Kalender ist der letzte Dienstag vor Jahresende, das ist Dienstag nächste Woche, so etwas wie Silvester, da wird über Feuer gesprungen und die Menschen feiern. Das ist ein Tag, der im Iran immer zu Unruhen geführt hat. Es wird geböllert und die Jugend ist auf den Straßen. Es kann sein, dass, wenn die Menschen an diesem Tag auf die Straßen gehen, um auch ihre Wut rauszulassen, dort schon was passiert", sagt Abdollahi bei Maybrit Illner.

Heuer kommt laut dem Experten noch eine besondere Konstellation dazu. Das Ende des Fastenmonats Ramadan fällt fast auf den gleichen Zeitpunkt wie das iranische Neujahrsfest.

Doch die Stimmung im Land sei derzeit alles andere als feierlich. "Die Läden haben zu, keiner möchte etwas kaufen, keiner möchte rausgehen. Viele Familien haben Tote zu beklagen, die Massaker vom 8. und 9. Januar sind sehr frisch. Da wird jetzt nicht gefeiert. Was mir berichtet wird, ist: Wir warten nur noch darauf, dass man uns sagt: Geht wieder auf die Straßen, damit wir von diesem System befreit werden. Wir wollen atmen. Wir wollen leben."

Für Abdollahi erinnert die Situation an historische Umbrüche. "Die DDR hat noch kurz vor dem Fall der Mauer ihren 40. Jahrestag ganz normal begangen, als wäre überhaupt nichts los."

Auch innerhalb des Systems sieht der Journalist erste Risse. "Der neue Revolutionsführer Modschtaba Chamenei ist seit zwölf Tagen nicht auffindbar. Der Staatsfunk ist getroffen. Mittlerweile werden auf offener Straße Basidsch-Milizen (eine Abteilung der gefürchteten Revolutionsgarde) an ihren Checkpoints von Drohnen getroffen. Und wenn irgendwann kein Geld mehr fließt, werden die einfachen Basidsch-Milizen und die Revolutionsgarden nichts mehr zu essen haben."

Berichte aus dem Land würden zudem zeigen, dass Teile der Armee nicht mehr zum Dienst erscheinen.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass das alles planlos ist, sondern dass wir im Aufbau einer Geschichte sind. Es sieht so aus, als würde man die iranische Bevölkerung auf den Tag X vorbereiten wollen."

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