Simone Lugner (43) startet nachdenklich, aber kämpferisch ins Jahr 2026. Schon beim Thema "Frohes Neues" zeigt sich die Witwe von Richard Lugner ehrlich und reflektiert. "Ich find’s schon merkwürdig wenn man’s sich jetzt noch wünscht, immerhin haben wir Mitte Jänner", sagt sie, schränkt aber ein, dass es durchaus Menschen gebe, denen man noch nicht begegnet sei. "Ich glaube, da geht’s aktuell schon noch, schadet ja nie, wenn man sich Glück wünscht, oder?"
Ein pragmatischer Zugang, der zu ihr passt. Neujahrsvorsätze hat sie sich durchaus vorgenommen, doch auch hier ist sie schonungslos ehrlich mit sich selbst. "Ich habe mir welche gesetzt und ich muss auch sagen und ich habe sie auch schon gebrochen, leider muss ich das sagen." Besonders ein Vorsatz fällt ihr schwer: "Dass ich mich vor niemandem mehr rechtfertige, ich habe es aber schon wieder getan." Immerhin habe sie sich selbst dabei ertappt und bewusst gegengesteuert. "Es ist ein Prozess. Alles, was man sich vornimmt, kann man nie sofort abstellen."
Wichtig sei für Lugner, ihre Vorsätze ins Leben zu integrieren, ganz ohne Druck. "Es soll auch keinen Stress bedeuten, weil dann ist’s oft gleich wieder weg." Aberglauben im klassischen Sinn lehnt sie ab, immerhin hatte sie selbst jahrelang schwarze Katzen. Ganz ohne spirituellen Blick geht es für sie aber auch nicht. "An Sternzeichen, so wie die Gerda (Anm.: Starastrologin Gerda Rogers) das macht, wenn man also genau den Menschen betrachtet, dann ist es schon sehr treffend." Als Widder blickt sie trotz Herausforderungen vorsichtig optimistisch nach vorne. "Der Saturn ist sehr schwierig, wobei es für mich besser wird. Es wird turbulent, aber ich glaube es wird für mich richtig gut."
Auch der Opernball ist für sie kein Selbstläufer. Eine Teilnahme schließt sie nicht aus, stellt aber klare Bedingungen. "Wenn die Einladung passt, dann sehr gerne. Es sollte schon jemand sein den ich kenne und gerne mag." Einladungen von fremden Männern habe sie zwar bekommen, doch das reizt sie wenig. "Ich glaube, es bringt für mich nicht viel. Lieber verbringe ich den Opernball mit Menschen, die ich gerne habe."
Besonders emotional wird Lugner, wenn sie über den jüngsten Hass im Netz spricht. Ausgelöst wurde dieser durch eine Zusammenarbeit mit ATV. "Dieser Hass, der schaukelt sich hoch. Einer hatet und andere legen noch was drauf. Oh mein Gott, die ganzen ATV-Seher auf Instagram sind Hater."
Die Welle an Beschimpfungen traf sie hart. "Ich hab wieder so viel Hate abbekommen und dann ging's mir natürlich wieder schlecht", sagt sie offen. Auch wenn man sich vornehme, dass es einem egal sei, lese man es trotzdem und frage sich: "Was sind das für Leute? Ich hab einfach mit diesem neuen Hate nicht umgehen können." In besonders schweren Fällen schreckt sie auch vor rechtlichen Schritten nicht zurück. "Natürlich gibt’s auch welche die wir jetzt verklagen, mein Anwalt meint, dann sollen die Menschen dafür auch geradestehen und bezahlen."