Ein Amateur, der es mit den besten Tennisspielern der Welt aufnimmt – und auch noch gewinnt. Diese Vorstellung fasziniert Fans weltweit. Und genau das passierte am Mittwoch bei einem ungewöhnlichen Show-Event im Vorfeld der Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, in Melbourne.
Beim "One Point Slam" in der Rod Laver Arena triumphierte am Mittwoch der australische Amateur-Tennisspieler Jordan Smith, bekam dafür als Belohnung eine Million australische Dollar, rund 570.000 Euro. Smith schlug im Finale Joanna Garland, die Nummer 117 der Frauen-Weltrangliste. "Ich bin etwas nervös, aber es war eine großartige Erfahrung", strahlte der Sieger.
Das Showturnier funktioniert nach ganz einfachen Regeln. Nur ein einziger Punkt entscheidet über den Sieg. Wer aufschlägt, wird mit "Schere, Stein, Papier" entschieden. Und so schaffte es ein Amateur, den Turniersieg zu holen, nachdem Garland eine Rückhand ins Out gehaut hatte. Insgesamt standen 24 Tennisprofis und 24 Amateure beziehungsweise Prominente am Start.
Zuvor nahm der spätere Sieger Smith bereits in der dritten Runde den Weltranglisten-Zweiten Jannik Sinner aus dem Turnier – oder besser gesagt der Südtiroler sich selbst. Denn Sinner, der Aufschlag hatte, knallte den Ball beim Service ins Netz. Einen zweiten Aufschlag gibt es beim "One Point Slam" nicht.
Die Finalistin Garland hatte sich früh gegen den Deutschen Alexander Zverev, die Nummer drei der Tennis-Weltrangliste, durchgesetzt. "Sie war einfach besser als ich", schmunzelte Zverev. Auch Carlos Alcaraz, die Nummer eins der Welt, scheiterte früh an der Griechin Maria Sakkari.
Sieger Smith ist aber freilich kein gänzlich Unbekannter im Tennis. Der Amateur ist amtierender Meister des australischen Bundesstaates New South Wales. Nun will sich der Sieger mit dem Preisgeld ein Haus kaufen.