Neue Prognose schockt

Sintflut-Regenfälle: "Es besteht große UNWETTERGEFAHR!"

Italien steht vor einem Wetterumschwung. Ab Mittwoch steigt das Regenrisiko – ein Experte warnt vor Überflutungen und Erdrutschen.
Newsdesk Heute
03.10.2026, 18:12
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In Italien zeichnet sich nach dem warmen Start in den Oktober eine markante Wetteränderung ab. Während es bis Dienstag vielerorts noch sonnig und für die Jahreszeit ungewöhnlich warm bleibt, steigt ab Mittwoch das Risiko für kräftige Regenfälle deutlich an.

Besonders brisant sind aktuelle Berechnungen des europäischen Wettermodells ECMWF. Sie zeigen für den Zeitraum bis 18. Oktober große Niederschlagssummen in Teilen Italiens und rund um das zentrale Mittelmeer. Die aktuelle Modellkarte umfasst dabei den über rund zwei Wochen aufsummierten Niederschlag – die genaue regionale Verteilung kann sich in den kommenden Läufen noch verändern.

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Experte warnt vor Überflutungen

Clemens Grohs von Kachelmannwetter findet angesichts der Berechnungen deutliche Worte: "Bis am 18.10 kommt es in Italien & rund um das zentrale Mittelmeer zu sintflutartigen Regenfällen und es besteht große UNWETTERGEFAHR! Regional sind Erdrutsche und Überflutungen zu befürchten! Grund: Das viel zu warme Mittelmeer!"

Damit ist allerdings keine flächendeckende Unwetterlage über den gesamten Zeitraum gemeint. Die Karte zeigt die aufsummierten Niederschläge mehrerer möglicher Wetterlagen. Wo besonders heftiger Regen tatsächlich niedergeht, hängt von der exakten Zugbahn der Tiefdruckgebiete ab.

Wetter kippt ab Mittwoch

Wie Südtirol News berichtet, werden ab Mittwoch, dem 7. Oktober, die ersten verbreiteten Regenfälle erwartet. Ein Tief könnte zunächst Sizilien und den unteren Tyrrhenischen Raum erfassen. Auch in Kalabrien, Kampanien, Teilen der Basilikata und auf Sardinien wird Regen erwartet. Ab Donnerstag soll eine atlantische Tiefdruckrinne weiter nach Süden vorstoßen. Bis zum Wochenende könnten schließlich weite Teile Italiens Niederschläge abbekommen.

Kräftigere Regenmengen werden demnach unter anderem für Venetien und Friaul-Julisch Venetien, die zentralen Regionen an der tyrrhenischen Küste sowie den Nordwesten Italiens berechnet.

Tief könnte sich über Mittelmeer festsetzen

Entscheidend wird, wie sich die Tiefdrucklage über dem Mittelmeer entwickelt. Meteo Giornale beschreibt auf Basis der jüngsten ECMWF-Berechnungen ein Szenario, bei dem eine Störung von Spanien über Frankreich in Richtung westliches und zentrales Mittelmeer zieht. Dort könnte sich eine Tiefdruckzirkulation bilden oder verstärken und nur langsam weiterziehen.

Kommt am darauffolgenden Wochenende eine weitere Atlantik-Störung hinzu, könnte die Schlechtwetterphase zusätzlich verlängert werden. Besonders die tyrrhenische Seite und Teile Mittelitaliens gelten in den derzeitigen Berechnungen als anfällig für hohe Regenmengen und kräftige Gewitter.

Prognose noch mit Unsicherheiten

Noch ist das Szenario nicht in allen Details fix. Vor allem die Lage der Tiefdruckzentren und die Zugbahn einzelner Gewitterzellen können sich bis dahin deutlich verschieben. Genau davon hängt ab, welche Gebiete am Ende die größten Niederschlagsmengen abbekommen.

Auch zwischen 12. und 18. Oktober deuten die Modellberechnungen auf eine wechselhafte Phase hin. Besonders Mittel- und Süditalien, die Adriaküste, der mittlere und südliche Tyrrhenische Raum sowie die großen Inseln könnten betroffen sein.

Fest steht damit vorerst: Nach einigen spätsommerlich warmen Tagen rückt Italien ab Mitte der kommenden Woche in eine deutlich unbeständigere Wetterphase. Ob daraus regional tatsächlich eine schwere Unwetterlage mit Überflutungen und Erdrutschen wird, müssen die nächsten Modellläufe zeigen.

red,03.10.2026, 18:12